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Kräftiger Gegenwind zu Kern-Kandidatur

10. Feb. 2026 · Lesedauer 1 min

Sollte Christian Kern versuchen, wieder SPÖ-Chef zu werden, muss er zwei innerparteiliche Schwergewichte überwinden. Denn sowohl die Wiener Partei als auch die Fraktion sozialdemokratischer Gewerkschafter machen klar, nichts von einem Comeback des Altkanzlers zu halten. Kern traf heute nach APA-Informationen Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ). Nach dem Gespräch hieß es zum "Standard" aus der Stadtpartei: Ludwig habe Kern "in keinster Weise zu einer Kandidatur ermutigt".

Auch der Bundesgeschäftsführer der FSG Willi Mernyi hatte im Ö1-"Mittagsjournal" einer Personaldebatte eine klare Absage erteilt: "Wenn dauernd darüber diskutiert wird, macht der Vorsitzende das gut, macht er das richtig, dann schadet das der Sozialdemokratie."

Am Freitag ist de facto die letzte Chance, einen Gegenkandidaten zu Parteichef Andreas Babler für den Parteitag im März zu nominieren. Dem Vernehmen nach streben das vor allem die drei Südbahn-Bundesländer außerhalb Wiens an und hoffen auf ein Ja Kerns. Die oberösterreichische SPÖ stellte sich zuletzt hingegen hinter Babler.

Zusammenfassung
  • Christian Kern stößt mit seiner möglichen Kandidatur als SPÖ-Chef auf deutlichen Widerstand aus der Wiener Partei und der Fraktion sozialdemokratischer Gewerkschafter.
  • Wiens Bürgermeister Michael Ludwig habe Kern laut Stadtpartei "in keinster Weise zu einer Kandidatur ermutigt", und auch FSG-Bundesgeschäftsführer Willi Mernyi spricht sich im Ö1-"Mittagsjournal" klar gegen eine Personaldebatte aus.