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Gastro-Gipfel: Gastronomen wollen vor Ostern öffnen

19. Feb 2021 · Lesedauer 2 min

Am Freitag berät die Regierung mit Gastronomen und Hoteliers über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Die Branchenvertreter drängen auf eine Öffnung vor Ostern. Laut einem Großhändler dürften bis zu 30 Prozent der Gastronomie nicht mehr öffnen.

"Wir gehend davon aus, dass nach dem Ende des Lockdowns 20 bis 30 Prozent der Betriebe nicht wieder aufsperren werden." Diese Aussage von Xavier Plotitza, Chef von Metro Österreich, im "Kurier" reiht sich in eine lange Liste von Warnungen. Es geht der Gastronomie an den Kragen, PULS 24 erreichen fast täglich Meldungen von Wirten, die einerseits die "Ungleichbehandlung" anprangern und andererseits die angeblich noch immer nur lückenhaft ausbezahlten Hilfen. "Wir sollen offenbar von Luft und Liebe leben", sagt ein Wirt aus dem 18. Wiener Bezirk, der anonym bleiben will.

Öffnungsschritte vor Ostern

Am Freitag gibt es ein Gipfelgespräch von Spitzen aus Gastronomie und Tourismussektor bei Kanzler Sebastian Kurz und Ministerin Elisabeth Köstinger (beide ÖVP) im Bundeskanzleramt. Das Ziel der Unternehmer: Öffnungsschritte vor Ostern.  

Möglich sein soll dies, ähnlich wie bei Frisören, durch aktuelle, negative Tests und das Tragen einer FFP2-Maske – wo es möglich ist. Laut einer Umfrage der Wirtschaftskammer, wäre 83 Prozent der Menschen bereit, sich testen zu lassen, wenn sie dafür im Wirtshaus Platz nehmen dürfen.
 

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Eine frühe Sperrstunde zwischen 18 und 20 Uhr wird von den Branchenvertretern abgelehnt. Sie verweisen auf die Situation in Italien. Dort dürfen Gäste bis 18 Uhr bewirtet werden. Es zeige sich aber, dass sich das wirtschaftlich nicht auszahle – zu teuer sei das Wiedereröffnung und das Wiederbeschäftigen des Personals.

Branchenvertreter sind ebenfalls gegen eine frühere Öffnung von Schanigärten. Das würde zu einer Ungleichbehandlung führen.

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Hotels

So bald wie möglich aufsperren wollen auch die 14.000 Beherbergungsbetriebe im Österreich. Laut Hotelier-Sprecherin Susanne Kraus-Winkler habe niemand ein besseres Contact-Tracing: "Wir wissen, wer wie lange an welchem Tisch gesessen ist, wann er welche Spa-Behandlung gemacht hat. Alles wird registriert", sagt sie dem "Kurier". Sinnlos sei aber ein Öffnen ohne Nebenleistung. Damit meint sie alles von Restaurants bis zum Spa.

Quelle: Agenturen / Redaktion / apb/moe