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G7-Länder und Gäste vereinbaren Klimaschutz-Zusammenarbeit

27. Juni 2022 · Lesedauer 2 min

Bei ihrem Gipfel in Elmau haben die G7-Staaten und ihre Gäste gemeinsame Anstrengungen für den Klimaschutz vereinbart. Eine entsprechende Erklärung veröffentlichte Deutschland als Gastgeber des Spitzentreffens Montagnachmittag. Die Unterstützer wollen die Umstellung auf Klimaneutralität vorantreiben, also zu einem Zustand kommen, an dem sie nicht mehr Treibhausgase ausstoßen als auch wieder gebunden werden können. Gleichzeitig wollen sie Energiesicherheit sicherstellen.

Hinter der Erklärung stehen die G7-Staaten Deutschland, Kanada, Frankreich, Italien, Japan, Großbritannien, die USA und die Europäische Union sowie Argentinien, Indien, Indonesien, Senegal und Südafrika. Bei Umweltschützern fand das knapp zweiseitige Papier ein geteiltes Echo.

Die Staaten bekräftigten ihre Unterstützung für das bei der Klimakonferenz 2015 in Paris vereinbarte Ziel, die Erderwärmung unter zwei Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu halten und möglichst unter 1,5 Grad. Erneuerbare Energien sollen ausgebaut werden und Kohle zunehmend weniger zum Einsatz kommen, wobei sie sowohl Umwelt- als auch sozialen Aspekten gerecht werden wollen.

Dabei wollen die Unterzeichner-Staaten auf Energiepartnerschaften setzen. Vorbild ist hier Südafrika, das von Deutschland und anderen Ländern Geld erhält, um den Einsatz neuer sauberer Technologien, einschließlich grünem Wasserstoff zu fördern. Verhandlungen zu ähnlichen Vereinbarungen sollen nun mit Indonesien, Indien, dem Senegal und Vietnam vorangetrieben werden. Mit Argentinien will man zusammenarbeiten, damit das Land Klimaneutralität bis 2050 erreichen kann - von einer formalen Energiepartnerschaft ist hier aber nicht die Rede.

Quelle: Agenturen