FPÖ-Mandatar in Podcast: Hofer soll "zurück ins Boot finden"

16. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Die Einführung der Maskenpflicht im Parlament führte zu einem Zwist zwischen FPÖ-Parteiobmann Norbert Hofer und dem freiheitlichen Klubchef Herbert Kickl. Ein FPÖ-Mandatar gibt in einem Podcast nun Hofer die Schuld daran.

Die Einführung der Maskenpflicht im Nationalrat sorgte innerhalb der FPÖ-Spitze für Uneinigkeit. Während FPÖ-Klubchef Herbert Kickl strikt gegen die Maskenpflicht ist und hinter der Regel ein Ablenkungsmanöver vom "Korruptionssumpf" der ÖVP ortet, forderte FPÖ-Parteichef Norbert Hofer auf Twitter alle Abgeordneten dazu auf, sich an die Maskenpflicht zu halten.

In einer Podcast-Folge der rechten Plattform "infodirekt" spricht der FPÖ-Bundesrat Johannes Hübner genau über diesen parteiinternen Streit. Er erklärt auch, wieso Hofer in dieser Frage von seiner Partei kein Gehör geschenkt wurde.

"Norbert Hofer hat gerade an dem Tag den Tweet abgesetzt, als sich Blümel blamiert hat. Dann hat er eine Pressekonferenz anberaumt, in der er genau nichts gesagt hat, aber wieder vom U-Ausschuss abgelenkt hat", ordnet der Moderator Michael Scharfmüller die Situation im Podcast ein. Daraufhin soll Hofer laut Johannes Hübner nicht zur FPÖ-Klubsitzung erschienen sein und daher auch nicht seine Corona-Linie durchgesetzt haben.

Hübner unterstellt Hofer im Podcast als Grund für sein Fernbleiben eine Notlüge angeführt zu haben. Der FPÖ-Parteichef soll als Grund einen Krankheitsfall in der Familie angeführt haben, allerdings zur nachfolgenden Plenarsitzung erschienen sein.  Zu dieser Klubsitzung sagte Hübner im Podcast: "Der Tenor war zwischen Erstaunen, Entsetzen, Verärgerung und Verwunderung.  Es hat niemanden gegeben, der sich für einen Schwenk à la Parteiobmann ausgesprochen hat."

Hofer "vergaloppiert"

Auch über einen Ablöse Norbert Hofers von der Parteispitze wurde in der Podcast-Folge gesprochen. Hofer soll sich laut Hübner "vergaloppiert" haben. Zudem wirft er ihm "einen schweren Fehler" vor. Innerhalb der FPÖ könne man, so der FPÖ-Bundesrat, nur eine Abstimmung zwischen Norbert Hofer und Herbert Kickl anstreben oder Hofer mit einem Vorstandsbeschluss zum Rücktritt auffordern. Allerdings sei dies dann nur "ein Gaudium" für FPÖ-Gegner, erklärte Hübner weiter, weshalb er hoffe, dass Hofer seinen Fehler einsieht.

Sollte die Doppelspitze mit Kickl und Hofer scheitern, gäbe es laut Hübner nur einen Schuldigen, wie er im Podcast anmerkt. Er hoffe daher, dass der Parteichef Hofer wieder "zurück ins Boot findet" und "auf den gemeinsamen Pfad zurückfindet".

Quelle: Redaktion / pea