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Flüchtlingsboot vor Mauretanien gesunken: Mindestens 49 Tote

Heute, 10:35 · Lesedauer 1 min

Vor der Küste Mauretaniens sind beim Untergang eines Boots mit Flüchtlingen mindestens 49 Menschen ums Leben gekommen. Rund hundert weitere Menschen würden vermisst, sagten Behördenmitarbeiter am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. Demnach ist das Boot in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in den Gewässern vor dem nordwestafrikanischen Land gekentert.

Eine Patrouille der mauretanischen Küstenwache habe 17 Menschen retten können, 49 Leichen seien bisher geborgen und beigesetzt worden, sagte ein hochrangiges Mitglied der Behörde. An Bord des Bootes befanden sich nach Angaben der Küstenwache unter anderem Menschen aus dem Senegal und Gambia.

Demnach ereignete sich das Unglück, als die Migranten an Bord des Bootes rund 80 Kilometer nördlich der mauretanischen Hauptstadt Nouakchott die Lichter einer Siedlung sahen und sich auf eine Seite des Bootes begaben. Überlebenden Insassen zufolge war das Boot eine Woche zuvor in Gambia in See gestochen.

Im an der Atlantikküste gelegenen Mauretanien waren in den vergangenen Monaten zahlreiche Menschen eingetroffen, die sich auf den Weg nach Europa machen wollen. In den vergangenen Jahren kamen tausende Migranten beim Versuch ums Leben, per Boot von Afrika aus auf die zu Spanien gehörigen kanarischen Inseln zu gelangen.

Zusammenfassung
  • Vor der Küste Mauretaniens sind beim Untergang eines Flüchtlingsbootes mindestens 49 Menschen ums Leben gekommen, rund 100 weitere werden vermisst.
  • Das Boot kenterte etwa 80 Kilometer nördlich von Nouakchott, nachdem die Insassen die Lichter einer Siedlung sahen; es war eine Woche zuvor in Gambia gestartet.
  • 17 Menschen konnten von der mauretanischen Küstenwache gerettet werden, an Bord waren vor allem Migranten aus Senegal und Gambia.