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Flüchtlingsboot sank vor gambischer Küste - Mehr als 30 Tote

06. Jan. 2026 · Lesedauer 2 min

Bei einem Bootsunglück vor der Küste Gambias in der Neujahrsnacht sind nach jüngsten Angaben der Regierung mindestens 31 Flüchtlinge ertrunken. "Viele weitere Menschen werden vermisst und sind vermutlich tot", erklärte die Regierung des westafrikanischen Landes am Montag. 15 Leichen seien in Gambia und 16 weitere im Nachbarland Senegal geborgen worden. Zuvor war von mindestens sieben Todesopfern die Rede gewesen.

Das mit mehr als 200 Migranten besetzte Boot war in der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Jänner in der Nähe der Region North Bank in Seenot geraten. Die gambische Marine startete nach Mitternacht eine Suche nach Überlebenden, an der mehrere Schiffe und ein Fischerboot beteiligt waren. Das havarierte Schiff wurde später auf einer Sandbank gefunden. 102 Bootsinsassen wurden gerettet, 23 von ihnen wurden ins Krankenhaus eingeliefert.

In den vergangenen Jahren kamen tausende Migranten aus Westafrika beim Versuch ums Leben, in oft überfüllten Booten über den Atlantik auf die zu Spanien gehörigen kanarischen Inseln zu gelangen. Tausende Migranten versuchen seit Jahren, von Westafrika aus über den Atlantik auf die Kanarischen Inseln. Wegen verschärfter Kontrollen vor den Küsten des Senegal, Mauretaniens und Marokkos hat sich die Abfahrt der Boote vermehrt weiter nach Süden Richtung Gambia und Guinea verlagert. Dadurch haben die Fahrtzeiten und die Gefahren weiter zugenommen.

Zusammenfassung
  • Bei einem Bootsunglück vor der Küste Gambias in der Neujahrsnacht sind mindestens 31 Flüchtlinge ums Leben gekommen, während viele weitere vermisst werden.
  • Das mit über 200 Migranten besetzte Boot geriet in Seenot, 102 Menschen konnten gerettet werden, davon mussten 23 ins Krankenhaus eingeliefert werden.
  • Die Zahl der geborgenen Leichen beläuft sich auf 15 in Gambia und 16 im benachbarten Senegal, die Suche nach weiteren Opfern läuft noch.