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Ex-Kanzler Schüssel: Forderungen nach Lukoil-Rückzug

Die bisherige Weigerung von Altkanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP), sich aus dem Aufsichtsrat des russischen Öl-Konzerns Lukoil zurückzuziehen, missfällt nicht nur österreichischen Politikern.

Auch bei der renommierten konservativen Konrad-Adenauer-Stiftung ist man sichtlich wenig erfreut. Der Altkanzler wurde in seiner Funktion als Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung zu einer Umkehr aufgefordert, berichtet die "Furche".

Forderungen aus Deutschland

Konkret hieß es seitens der Stiftung, deren Vorsitzender, der ehemalige deutsche Bundestagspräsident Norberg Lammert (CDU) habe Schüssel in dessen Funktion als Vorsitzender "unseres Kuratoriums" deutlich gemacht, dass man fest an der Seite der Menschen in der Ukraine stehe und in der Aggression Russlands nicht nur einen Angriff auf die Ukraine, sondern auch einen Angriff auf unsere europäische und internationale Ordnung sehe. Schüssel sei dabei aufgefordert worden, "seine bisherige Position mit Blick auf die Fortführung seines Mandats im Verwaltungsrat der Firma Lukoil zu überdenken".

Kein Wort von Schüssel

Der vormalige ÖVP-Chef hat sich öffentlich bisher nicht geäußert. Über seine ehemalige Sprecherin ließ er ausrichten, dass es sich bei Lukoil um ein in London börsennotiertes Unternehmen und keine Staatsfirma handle.

ribbon Zusammenfassung
  • Der Altkanzler wurde in seiner Funktion als Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung zu einer Umkehr aufgefordert, berichtet die "Furche".
  • Schüssel sei dabei aufgefordert worden, "seine bisherige Position mit Blick auf die Fortführung seines Mandats im Verwaltungsrat der Firma Lukoil zu überdenken".
  • Über seine ehemalige Sprecherin ließ er ausrichten, dass es sich bei Lukoil um ein in London börsennotiertes Unternehmen und keine Staatsfirma handle.