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EU will mit Initiativen illegale Migration über Mittelmeer eindämmen

12. Dez. 2022 · Lesedauer 2 min

Die EU will künftig stärker mit afrikanischen Ländern zusammenarbeiten, um unerwünschte Migration über das Mittelmeer und den Atlantik einzudämmen.

Mit verschiedenen Partnern werden dazu gut zwei Milliarden Euro bereitgestellt, wie die EU-Kommission am Montag in Brüssel mitteilte. Ziele der Kooperationen seien etwa, die Kontrolle der Grenzen zu stärken, Schleuser zu bekämpfen und Rückführungen in die Herkunftsländer zu erhöhen.

Besserer Schutz für Migranten und legale Einreisen in die EU

Außerdem sollen so auch ein besserer Schutz für Migranten gewährleistet und der Weg für legale Einreisen in die EU - etwa über Fachkräftepartnerschaften - geebnet werden. Die beiden sogenannten Team-Europa-Initiativen beschäftigen sich mit zwei unterschiedlichen Migrationsrouten. Eine führt demnach durch das zentrale, eine durch das westliche Mittelmeer sowie den Atlantik. Je nach Route arbeiten verschiedene Herkunfts-, Transit- und Zielländer zusammen. Neben Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien ist unter anderem auch die Schweiz an den Initiativen beteiligt.

Mittelmeer darf nicht zum Friedhof für Menschen und Hoffnungen werden

Es liege in der Verantwortung von Europa und Afrika, zu verhindern, dass das Mittelmeer zum Friedhof für Menschen und Hoffnungen werde, sagte Kommissionsvize Margaritis Schinas am Montag in Brüssel. "In erster Linie wollen wir Leben retten." Die jüngsten Entwicklungen im Mittelmeer machten deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit sei.

Zugleich teilte die EU-Kommission mit, dass sie 220 Millionen Euro zur Unterstützung von Flüchtlingen und zum Grenzschutz in der Türkei freigegeben hat. Das Geld ist Teil eines Finanzpakets, das von 2021 bis 2023 knapp drei Milliarden Euro umfasst. Auf die Hilfen hatten sich die EU-Staats- und Regierungschefs im Juni 2021 geeinigt.

Quelle: Agenturen / Redaktion / poz