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EU trägt 183 Mio. Euro zu Schuldenerlass für arme Länder bei

23. Nov 2020 · Lesedauer 1 min

Die EU macht 183 Millionen Euro für den Schuldenerlass in 29 der ärmsten und am stärksten gefährdeten Länder der Welt locker, um diese bei der Bewältigung der Coronakrise zu unterstützen. Das Geld geht an den Katastrophen- und Notfallfonds CCRT des Internationalen Währungsfonds (IWF), wie die EU-Kommission in Brüssel am Montag bekannt gab. Zu den Ländern, die davon profitieren sollen, gehören Afghanistan, Äthiopien, Demokratische Republik Kongo, Mali und der Jemen.

"Die EU hat weltweit Anstrengungen unternommen, um mehr für den Schuldenerlass und die Umschuldung zu tun. Wir hoffen, dass unser Beitrag anderen den Weg ebnet, sich diesen globalen Bemühungen anzuschließen", erklärte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell. "Dieser Beitrag zum Schuldenerlass-Trust des IWF ist ein weiterer Beweis für unser festes Engagement, Ländern mit niedrigem Einkommen bei der Bewältigung ihrer Schuldenlast zu helfen", fügte der für Wirtschaft zuständige EU-Kommissar Paolo Gentiloni hinzu.

Jutta Urpilainen, EU-Kommissarin für internationale Partnerschaften, unterstrich das Bemühen der EU-Kommission, ihre Partnerländer bei ihrem Weg zur Erreichung der Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) der UNO in ihrer schwierigen finanziellen Lage zu unterstützen. Mit dem Beitrag von 183 Mio. Euro wird die EU zum größten Geber des CCRT, der sich derzeit auf fast 426 Mio. Euro belaufe, hieß es. Die Ankündigung der EU-Kommission erfolgte kurz nach dem der G20-Gipfel armen Ländern weitere Schuldenerleichterungen in Aussicht gestellt hatte.

Quelle: Agenturen