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Metsola: EU-weites Anerkennen gleichgeschlechtlicher Ehen

17. Mai 2022 · Lesedauer 2 min

Am internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie hat EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen in der ganzen EU gefordert.

Es gehe darum, dass eine in einem Land rechtlich anerkannte gleichgeschlechtliche Partnerschaft auch "von einem anderen Land anerkannt werden muss", so Roberta Metsola am Dienstag in einem auf Facebook veröffentlichen Video. In allen EU-Mitgliedstaaten müssten dieselben Grundrechte "durchgesetzt werden".

Eingetragene Partnerschaften nicht überall möglich

Nach Angaben des Dachverbands der europäischen Lesben- und Schwulenorganisationen, Ilga-Europe, sind in 19 von 27 EU-Ländern eine Heirat oder eine rechtlich ähnliche eingetragene Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare möglich, darunter Deutschland.

In sechs Ländern besteht dieses Recht jedoch nicht. Diese EU-Staaten, unter anderem Polen, Rumänien und Lettland, erkennen in einem anderen Land eingetragene Lebenspartnerschaften homosexueller Paare nicht an.

Rechte oft nicht anerkannt

Metsola betonte, dass es dabei für die Partner um "Zugang zu sozialen Diensten, zu Gesundheit, zu Bildung" gehe. Sie forderte zudem die gleichen Rechte in allen Mitgliedstaaten für Familien mit gleichgeschlechtlichen Eltern.

Während der Corona-Pandemie habe es viele Familien in der EU gegeben, "die in Ländern festsaßen, in denen ihre Rechte und ihr Status nicht anerkannt wurden", sagte die maltesische Christdemokratin.

Quelle: Agenturen / ddj