EU-Parlament stoppt Arbeit zu Umsetzung von Zolldeal mit USA
Die jetzt gestoppten Arbeiten sollten eigentlich dazu führen, dass Industriegüter aus den USA künftig zollfrei in die EU eingeführt werden können. Außerdem sollten sie einen verbesserten EU-Marktzugang von bestimmten Meeresfrüchten und Agrarprodukten ermöglichen.
Im Gegenzug für diese EU-Zusagen verzichtete US-Präsident Donald Trump im vergangenen Sommer auf die Einführung von Sonderzöllen in Höhe von 30 Prozent auf Importe aus der EU und veranlasste auch die Senkung von Autozöllen. Die Umsetzung der Versprechen wurde von der EU-Kommission bereits vor Monaten auf den Weg gebracht, für den Vollzug braucht es aber die Zustimmung des Parlaments und der Mitgliedstaaten zu den entsprechenden Verordnungen.
Die neuen Zollpläne von US-Präsident Donald Trump sehen vor, ab dem 1. Februar Strafzölle in Höhe von zehn Prozent auf Importe aus Deutschland und sieben anderen europäischen Staaten zu verhängen. Der US-Präsident will damit den Widerstand gegen einen Verkauf der zu Dänemark gehörenden Insel Grönland an die Vereinigten Staaten brechen.
Die Regierung in Kopenhagen schließt ein solches Geschäft bisher aus und wird dabei aktiv von mehreren europäischen Staaten unterstützt. Die Zölle sollen nun diejenigen treffen, die jüngst symbolisch Soldaten nach Grönland entsendet hatten. Neben Dänemark und Deutschland waren das unter anderem Frankreich, Großbritannien und die Niederlande.
Zusammenfassung
- Das EU-Parlament hat die Arbeiten zur Umsetzung des Zollabkommens mit den USA offiziell gestoppt, nachdem US-Präsident Trump mit Extrazöllen im Zusammenhang mit Grönland drohte.
- Ab 1. Februar sollen laut neuen US-Plänen Strafzölle von 10 Prozent auf Importe aus Deutschland und sieben weiteren europäischen Staaten erhoben werden, um Druck auf einen Verkauf Grönlands auszuüben.
- Das ursprünglich geplante Abkommen hätte Industriegütern aus den USA zollfreien Zugang zur EU ermöglicht und den Marktzugang für bestimmte Meeresfrüchte und Agrarprodukte verbessert.
