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EU-Gipfel will sinkende Energiepreise und Iran-Deeskalation

Heute, 20:30 · Lesedauer 1 min

In Brüssel kommen am Donnerstag die EU-Staats- und Regierungschefs, darunter Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP), zusammen. Ganz oben auf der Agenda steht der Iran-Krieg und die Auswirkungen auf die Energiepreise in Europa. Stocker machte im Vorfeld Druck für eine EU-Lösung für nachhaltige Strompreissenkungen. Auf Ungarn herrscht Druck, seine Blockade eines 90-Milliarden-Euro-Kredits für die Ukraine aufzuheben.

Gemeinsam mit seinen Kollegen aus neun EU-Staaten forderte Stocker eine Abschwächung des EU-Emissionshandelssystems (ETS) und mehr Gratiszertifikate für die Industrie. Zuversichtlich äußerte sich der Kanzler bezüglich einer Abschaffung des sogenannten "Österreich-Aufschlags" bei vielen Markenprodukten. Ein großes Thema des Gipfels ist die Stärkung der EU-Wettbewerbsfähigkeit und der europäischen Industrie. Ein militärisches Engagement zur Sicherung der blockierten Straße von Hormuz, wie von US-Präsident Donald Trump gefordert, lehnen die europäischen Staaten ab.

Zusammenfassung
  • Die EU-Staats- und Regierungschefs beraten in Brüssel über die Folgen des Iran-Kriegs und die Entwicklung der Energiepreise in Europa.
  • Bundeskanzler Christian Stocker fordert mit neun weiteren EU-Staaten eine Abschwächung des Emissionshandelssystems und mehr Gratiszertifikate für die Industrie.
  • Ungarn steht unter Druck, seine Blockade eines 90-Milliarden-Euro-Kredits für die Ukraine aufzugeben, während die EU eine militärische Beteiligung an der Straße von Hormuz ablehnt.