APA - Austria Presse Agentur

Erstmals wieder päpstliche Generalaudienz mit Gläubigen

02. Sept 2020 · Lesedauer 2 min

Erstmals seit Ausbruch der Coronavirus-Epidemie in Italien hat der Papst wieder Gläubige bei einer Generalaudienz getroffen. Am Mittwochvormittag fand erstmals im Damasus-Hof eine Generalaudienz mit Papst Franziskus statt. Es ist gleichzeitig die erste öffentliche Audienz nach fast 200 Tagen pandemiebedingter Pause.

Erstmals seit Ausbruch der Coronavirus-Epidemie in Italien hat der Papst wieder Gläubige bei einer Generalaudienz getroffen. Am Mittwochvormittag fand erstmals im Damasus-Hof eine Generalaudienz mit Papst Franziskus statt. Es ist gleichzeitig die erste öffentliche Audienz nach fast 200 Tagen pandemiebedingter Pause.

Erste Interessenten stellten sich schon vor 7.00 Uhr am Bronzetor des Apostolischen Palastes unter den Kolonnaden an. Neben der Sicherheitskontrolle achteten die Schweizergardisten und Gendarmen streng auf die Einhaltung der Hygienemaßnahmen. Im Hof selbst wurden Stehplätze markiert, um den Sicherheitsabstand zu gewährleisten.

Als der Papst aus dem Auto ausstieg, begrüßte er die Gläubigen in den ersten Reihen und sprach kurz mit ihnen. Er grüßte mit Enthusiasmus die anwesenden Pilger. "Nach vielen Monaten setzen wir unsere Treffen von Angesicht zu Angesicht und nicht mehr über Bildschirme fort. Das ist schön", erklärte Franziskus.

Der Papst setzte bei der ersten Generalaudienz im September seine Themenreihe "Die Welt heilen" fort. Dabei sprach er - wie bereits bei den Audienzen in den vergangenen Wochen - über geistliche Wege aus der Coronakrise. Im Zentrum der Reihe steht die katholische Soziallehre und wie deren Grundsätze helfen könnten, die "in der Pandemie an schweren sozialen Krankheiten leidende Welt zu heilen".

"Die Pandemie bezeugt, wie sehr wir von den anderen abhängig sind, im Guten wie im Bösen. Wir sind alle verbunden. Daher müssen wir gemeinsam einen Weg aus dieser Krise finden. Man muss in Solidarität vereint einen Ausweg suchen", sagte der Heilige Vater. Er warnte vor "individuellem und nationalem Egoismus", sowie vor "ideologischer Starrheit". Solidarität erfordere eine neue Mentalität, in der die Gemeinschaft Priorität habe.

Die letzte richtige Generalaudienz von Franziskus fand am 26. Februar statt. Als Italien Anfang März ein allgemeines Versammlungsverbot erließ, gab es monatelang statt Pilger- und Touristenmassen auf dem Petersplatz Videoansprachen aus der päpstlichen Bibliothek.

Quelle: Agenturen