Entlastungen: Wann Sie was bekommen

02. Aug. 2022 · Lesedauer 3 min

Mit der "Sonder-Familienbeihilfe", die noch diese Woche auf den Konten der Österreicher:innen landen soll, beginnt eine Reihe von Entlastungen. Ein PULS 24 Überblick zeigt, wann was kommt.

In den kommenden Monaten kann die Bevölkerung von einigen Entlastungen, unter anderem Einmalzahlungen, profitieren.

August

  • Die "Sonder-Familienbeihilfe" von 180 Euro pro Kind wird diese Woche noch ausbezahlt, das gab Familienministerin Susanne Raab (ÖVP) am Dienstag bekannt. Sie wird mit der regulären Familienbeihilfe überwiesen.
  • Der Familienbonus Plus wird auf 2.000 Euro für Kinder unter 18 Jahren angehoben. Beim Familienbonus Plus handelt es sich um einen Steuerabsetzbetrag. Mit anderen Worten wird durch diesen die Steuerlast um 2.000 Euro ab Juli 2022 pro Kind und Jahr direkt reduziert. Familien erhalten diesen im Allgemeinen solange, wie sie auch Familienbeihilfe für das betreffende Kind beziehen. Für Kinder über 18 Jahren gibt es 650 Euro. Auch hier gilt der Bezug der Familienbeihilfe als Voraussetzung.
  • Eltern mit geringem Einkommen, die nicht vom Familienbonus Plus profitieren, erhalten im Gegenzug einen höheren Steuerabsetzbetrag. Dieser wird von 450 auf 550 Euro erhöht. Falls der Familienbonus nicht von der Lohnverrechnung des Arbeitgebers berücksichtigt wird, ist er über die Arbeitnehmerveranlagung Anfang 2023 zu beantragen. Die höheren Beträge gelten rückwirkend, also mit 1.1.2022.

September

  • Sozialhilfebezieher:innen, Arbeitslose, Studierende mit Studienbeihilfe und Mindestpensionist:innen erhalten 300 Euro als Teuerungsausgleich. Die Auszahlung soll automatisch mit der jeweiligen Leistung erfolgen.
  • Pensionist:innen erhalten bei einer Pension zwischen 1.139 Euro und 1.566 Euro netto eine steuer- und SV-freie Einmalzahlung von 500 Euro . Ab diesem Betrag sinkt der Bonus bis zu einer Pension von monatlich 1.812 Euro netto - ab diesem Betrag wird keine Einmalzahlung mehr überwiesen.

Oktober

  • Der Klimabonus für alle von 250 Euro pro Person bzw. 125 Euro pro Kind kommt ab Oktober. Diese beiden Maßnahmen sollen eine Milliarde Euro kosten.
  • Dazu kommt ein Teuerungsbonus für alle von 250 Euro bzw. 125 Euro für Kinder. Dieser Anti-Teuerungsbonus wird zeitgleich mit dem Klimabonus überwiesen.
  • Für Personen mit niedrigem Einkommen erhöht sich der Teuerungsabsetzbetrag einmalig um bis zu 500 Euro. Arbeitnehmer:innen können diesen Absetzbetrag in der Höhe von 500 Euro für 2022 geltend machen. Dafür werden 2023 weniger an Steuern in die Arbeitnehmer:inneveranlagung eingezahlt.

Ab Herbst soll außerdem die Strompreisbremse aktiv werden – hier ist die Ausgestaltung bisher unklar.

Mit Beginn des Jahres 2023 sollen dann auch strukturelle Entlastungen folgen: Sozialleistungen wie die Familienbeihilfe, das Kinderbetreuungsgeld, das Krankengeld, Reha- und Umschulungsgeld, die Studienbeihilfe und den Kinderabsetzbetrag werden valorisiert, also an die Inflation angepasst. Der Verkehrsabsetzbetrag, der Alleinerzieher:innenabsetzbetrag und Pensionist:innenabsetzbetrag werden an den Verbraucherpreisindex angepasst.

Zusätzlich dazu wird die kalte Progression abgeschafft - das verhindert bei einer Gehaltserhöhung künftig die automatische Vorrückung in eine höhere Steuerstufe.

Maximilian SperaQuelle: Redaktion / msp