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Energiekrise: Draghi fordert europäische Antwort auf hohe Strompreise

29. Sept. 2022 · Lesedauer 2 min

Italiens Premier Mario Draghi fordert die EU-Mitgliedsstaaten zu geschlossenem Handeln gegen die Energiekrise.

"Die Energiekrise erfordert eine europäische Antwort, um die Kosten für Haushalte und Unternehmen zu senken, die Gewinne von Erzeugern und Importeuren zu begrenzen, gefährliche und ungerechtfertigte Verzerrungen des Binnenmarktes zu vermeiden und Europa angesichts der Notlage wieder zu vereinen", so Draghi in einer Presseaussendung am Donnerstag.

"Können uns nicht spalten"

"Angesichts der gemeinsamen Bedrohungen unserer Zeit können wir uns nicht spalten. Bei den kommenden Europäischen Räten müssen wir uns geeint, entschlossen und solidarisch zeigen - so wie wir es bei der Unterstützung der Ukraine getan haben", erklärte Draghi.

Die Stromrechnung wird für die Italiener im vierten Quartal um 59 Prozent steigen. Die Erhöhung wird für eine Familie berechnet, für die die Stromrechnung von Jänner bis Dezember auf durchschnittlich 1.322 Euro ansteigt, mehr als das Doppelte als die 632 Euro von 2021, teilte die Energieregulierungsbehörde Arera am Donnerstag mit.

Hilfspaket verabschiedet

Die italienische Regierung hat vor zwei Wochen ein Hilfspaket mit Stützungsmaßnahmen für Familien und Unternehmen in Höhe von 14 Mrd. Euro verabschiedet. Wegen der Energiekrise hat Italien seine Wachstumsprognosen für das nächste Jahr von 2,4 auf 0,6 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) reduziert.

Quelle: Agenturen / Redaktion / poz