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Ein Toter nach Selbstmordanschlag in Syrien

Heute, 10:57 · Lesedauer 2 min

In Syrien hat ein Selbstmord-Attentäter in Aleppo nach Behördenangaben am Silvesterabend einen Angehörigen der Sicherheitskräfte getötet und drei weitere Menschen verletzt. Der Attentäter habe sehr wahrscheinlich ideologische oder organisatorische Verbindungen zur Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS), sagte ein Sprecher des Innenministeriums im syrischen Staatsfernsehen. Offenbar habe er in eine von Christen bewohnte Gegend in Aleppo eindringen wollen.

Ein Bekenntnis des IS oder einer anderen Gruppe zu dem Anschlag gab es zunächst nicht. Der Sicherheitsbeamte sei auf den Täter im Zentrum von Aleppo aufmerksam geworden. Als er ihn durchsucht habe, habe der Mann einen Sprengstoffgürtel detoniert. Ein Polizist und zwei andere Sicherheitskräfte seien verletzt worden, hieß es aus Geheimdienst-Kreisen.

Der Anschlag ereignete sich inmitten der weiterhin angespannten Lage in Syrien. Vergangene Woche wurden bei einem Anschlag in einer Moschee in Homs mehrere Menschen getötet und verletzt. Auch in vergangenen Monaten kam es in verschiedenen Teilen des Landes zu konfessionell motivierter Gewalt mit teils Hunderten Toten. In großen Städten wie Damaskus und Aleppo wurden die Sicherheitsvorkehrungen zuletzt verstärkt.

In Syrien wurde vor gut einem Jahr Machthaber Bashar al-Assad gestürzt. Das Land ist weiterhin von Gewalt und Spannungen zwischen konfessionellen und ethnischen Gruppen geplagt.

Zusammenfassung
  • Bei einem Selbstmordanschlag am Silvesterabend in Aleppo wurde ein Angehöriger der Sicherheitskräfte getötet und drei weitere Menschen verletzt.
  • Laut Innenministerium hatte der Attentäter vermutlich Verbindungen zur Terrormiliz IS, ein offizielles Bekenntnis blieb jedoch aus.
  • Die Sicherheitslage in Syrien bleibt angespannt, mit verstärkten Kontrollen in Großstädten und wiederholten Anschlägen wie zuletzt in einer Moschee in Homs.