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Egisto Ott mit neuer Rechtsvertretung in Spionage-Prozess

Heute, 12:27 · Lesedauer 2 min

Am kommenden Donnerstag startet am Wiener Landesgericht der Spionage-Prozess gegen den ehemaligen Chefinspektor des mittlerweile aufgelösten Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), Egisto Ott. Wie nun bekannt wurde, wird Ott mit einer neuen Rechtsvertretung in das auf mehrere Wochen anberaumte Geschworenenverfahren gehen. Seine bisherigen Anwälte Joseph Philipp Bischof und Jürgen Stephan Merten haben bereits Mitte Dezember ihr Mandat zurückgelegt.

Daraufhin wurde ein Verfahrenshelfer bestellt, der Ott nun zur Seite stehen wird. Seitens des Landesgerichts wurde Freitagmittag auf APA-Anfrage versichert, dass die beiden Verhandlungstermine in der kommenden Woche halten werden: Am Donnerstag und am Freitag sind nach dem Anklagevortrag und der Gegenäußerung der Verteidigung die Einvernahmen Otts und eines mitangeklagten Polizisten geplant. Ab 11. Februar sollen dann eine Reihe von Zeugen vernommen werden. Die Verhandlung ist vorerst bis Anfang März anberaumt.

Ott muss sich wegen einer Fülle an Vorwürfen vor den Geschworenen verantworten. Vor allem wird ihm geheime nachrichtendienstliche Tätigkeit zulasten der Republik Österreich und Amtsmissbrauch angekreidet, was er entschieden bestreitet. Er sieht sich als verdienstvoller Verfassungsschützer, der als unbequemer Akteur ins Fadenkreuz politischer Polizeikreise geraten sei, hatte er zuletzt bekräftigt. Die gegen ihn gerichteten Vorwürfe nannte Ott "konstruiert".

Zusammenfassung
  • Am kommenden Donnerstag startet am Wiener Landesgericht der Spionage-Prozess gegen den ehemaligen Chefinspektor des BVT, Egisto Ott, der nun mit neuer Rechtsvertretung vor Gericht erscheint.
  • Die ersten beiden Verhandlungstage sind für Donnerstag und Freitag angesetzt, ab 11. Februar sollen Zeugen vernommen werden, und die Verhandlung ist bis Anfang März geplant.
  • Ott muss sich wegen des Vorwurfs geheimer nachrichtendienstlicher Tätigkeit und Amtsmissbrauch verantworten, bestreitet jedoch alle Anschuldigungen und bezeichnet sie als "konstruiert".