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Drei Tote nach russischen Angriffen in der Ukraine

Bei russischen Artillerieangriffen in der Ukraine sind am Sonntag nach Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet worden.

Die ukrainische Armee arbeitet sich unterdessen nach Angaben eines Sprechers nach dem Durchstoßen der russischen Verteidigungslinie bei Robotyne weiter in Richtung Süden vor. Die Ukraine hofft nach Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj im September auf eine Reihe militärischer Hilfspakete aus dem Ausland.

Verletzte in Cherson

Nahe der südukrainischen Stadt Cherson wurde eine 35-jährige Frau getötet und ein Mann verletzt, wie die regionale Militärverwaltung erklärte. Etwas später berichtete die Staatsanwaltschaft über eine weitere Tote und einen weiteren Verletzten - diesmal in Cherson selbst. In einem Dorf nahe der ostukrainischen Industriestadt Charkiw starb laut der regionalen Militärverwaltung eine Frau, nachdem ihr Haus von russischer Artillerie getroffen worden war. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

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Vermehrte Angriffe im Süden der Ukraine

Die nächsten Ziele der ukrainischen Armee im Süden seien die Dörfer Nowoprokopiwka, Mala Tokmatschka und Otscheretuwate, sagte der Offizier Oleksander Schtupun, Sprecher der Truppen in diesem Frontabschnitt, am Sonntag im ukrainischen Fernsehen. Die russische Luftwaffe verstärke dort zwar ihre Angriffe, Schtupun deutete das aber als Zeichen, dass die erschöpfte russische Artillerie und Infanterie dem ukrainischen Vorstoß nicht mehr viel entgegenzusetzen habe.

Die Angaben waren wie üblich nicht zu überprüfen. Allerdings sind sich Militärbeobachter einig, dass Robotyne im Gebiet Saporischschja nach wochenlangen Kämpfen tatsächlich in der Hand ukrainischer Truppen ist. Der Vorstoß gehe Richtung Süden weiter. Bei Robotyne durchbrachen die Ukrainer eine verminte und befestigte russische Verteidigungslinie. Der Erfolg ist auch psychologisch wichtig angesichts von Kritik vor allem in den USA, dass die ukrainische Gegenoffensive keine Fortschritte mache.

Ukraine will Landverbindung zur Krim kappen

In Richtung Süden geraten für die ukrainischen Truppen die besetzten Städte Tokmak und Melitopol in den Blick. Auch rückt ihre Artillerie dichter an russische Nachschublinien heran. Die Ukraine hofft in dieser Region bis an das Asowsche Meer vorzustoßen und für die Russen die Landverbindung zur Halbinsel Krim abzuschneiden. Russische Truppen griffen ihrerseits bei den Städten Awdijiwka und Marjinka im Gebiet Donezk an, sagte Armeesprecher Schtupun. Es gelinge aber, diese Angriffe abzuwehren.

Kiew hoffe auf baldige Lieferungen von Artillerie, gepanzerten Fahrzeugen, Luftverteidigung und Raketen sowie Minenräumgerät aus dem Westen, schrieb Selenskyj am Sonntag auf seinem Telegram-Kanal. "Jeder der Partner ist über unsere Bedürfnisse informiert. Wir warten auf Entscheidungen." Außenpolitisch kündigte Selenskyj einen "kraftvollen September" an. Geplant seien Gesprächsrunden zu internationalen Sicherheitsgarantien für das durch Russland angegriffene Land. Die Regierung bereite sich zudem auf Treffen wie die UNO-Generalversammlung in New York vor. Die Ukraine wolle erneut Länder außerhalb Europas ansprechen, gerade zum Thema Lebensmittelversorgung. "Der Globale Süden wird die Ukraine hören", versprach er.

Zum Schluss bedankte Selenskyj sich bei der US-Regierung für die jüngsten Sanktionen gegen verschiedene Mitglieder des russischen Staatsapparates im Kontext der Verschleppung ukrainischer Kinder. Der ukrainische Präsident bezeichnete das russische Vorgehen als eine "genozidale Politik, die von allen Menschen auf der Welt gleichermaßen verurteilt werden muss."

ribbon Zusammenfassung
  • Bei russischen Artillerieangriffen in der Ukraine sind am Sonntag nach Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet worden.
  • Die ukrainische Armee arbeitet sich unterdessen nach Angaben eines Sprechers nach dem Durchstoßen der russischen Verteidigungslinie bei Robotyne weiter in Richtung Süden vor.
  • Die Ukraine hofft nach Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj im September auf eine Reihe militärischer Hilfspakete aus dem Ausland.