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Draghi: Indonesien schließt Putin-Reise zu G20-Gipfel aus

28. Juni 2022 · Lesedauer 2 min

Der russische Präsident Wladimir Putin wird nach Angaben des italienischen Regierungschefs Mario Draghi nicht persönlich zum G20-Gipfel im Herbst nach Indonesien reisen.

Das habe der indonesische Präsident Joko Widodo als Gastgeber des G20-Treffens klar gesagt, berichtete Draghi am Dienstag nach dem G7-Gipfel in Bayern, an dem Widodo zeitweise als Gast teilnahm. "Widodo schließt dies aus und war da kategorisch. Er (Putin) wird nicht kommen.

Unklar sei, ob sich der kriegführende Machthaber per Videoschaltung an dem G20-Gipfel beteiligen wolle. "Wir werden sehen, was passieren wird", sagte Draghi.

Widodo: Im April Putins Teilnahme bestätigt

Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow hatte am Montag laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur TASS gesagt, dass Putin an dem Gipfel Mitte November auf der indonesischen Insel Bali teilnehmen wolle. Schon Ende April hatte der indonesische Präsident Widodo Putins Teilnahme bestätigt. Deshalb war jüngst unklar, wie die westlichen Staaten darauf reagieren.

Die G20 ist eine Staatengruppe führender Wirtschaftsmächte, der neben den G7-Staaten Deutschland, Kanada, Frankreich, Italien, Japan, Großbritannien und den USA unter anderen auch Russland, China und Saudi-Arabien angehören. Wegen Russlands Krieg gegen die Ukraine wurde zuletzt diskutiert, ob das flächenmäßig größte Land der Erde aus dem G20-Kreis ausgeschlossen werden sollte.

Selenskyj zu G20-Gipfel eingeladen

Russlands Außenminister Sergej Lawrow kommentierte unterdessen die Möglichkeit, dass Putin beim G20-Gipfel auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen könnte, gegen dessen Land er seit mehr als vier Monaten Krieg führen lässt: "Es wird uns wenig interessieren ob er (Selenskyj) dort irgendwo am Rande des Gipfels auf Bali herumläuft oder nicht", sagte Lawrow. Selenskyj wurde von der indonesischen Regierung ebenfalls eingeladen, obwohl die Ukraine kein G20-Mitglied ist.

Quelle: Agenturen / ddj