Doppelte Höchststrafe für Homo-Beziehungen im Senegal
Menschen, die wegen der angeblichen Förderung oder Finanzierung von gleichgeschlechtlichen Beziehungen verurteilt werden, sollen unter der neuen Regelung mit drei bis sieben Jahren Haft bestraft werden können. Das neue Gesetz stellt außerdem jeden unter Strafe, der eine andere Person "ohne Beweis" eines Vergehens gegen die Regelungen bezichtigt. Der Gesetzesentwurf muss noch von Senegals Präsident Bassirou Diomaye Faye unterzeichnet werden, um in Kraft zu treten.
Senegalesische Medien hatten seit Februar nahezu täglich über Festnahmen im Zusammenhang mit dem LGBTQ-feindlichen Gesetz berichtet. Diese Festnahmen basieren oft auf Anschuldigungen und Handy-Durchsuchungen. Die Namen der Festgenommenen werden häufig öffentlich gemacht.
Im Senegal und vielen afrikanischen Ländern ist Homosexualität tabu. In mindestens 32 der 54 afrikanischen Länder sind gleichgeschlechtliche Beziehungen verboten und stehen unter Bestrafung. In Uganda, Mauretanien und Somalia droht bei Vergehen die Todesstrafe. Die englische Abkürzung LGBTQ steht für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und queer.
Zusammenfassung
- Das Parlament im Senegal hat die Höchststrafe für gleichgeschlechtliche Beziehungen von bisher ein bis fünf Jahren auf fünf bis zehn Jahre Haft verdoppelt.
- Auch die Förderung oder Finanzierung solcher Beziehungen kann nun mit drei bis sieben Jahren Haft bestraft werden, zudem wurden höhere Geldstrafen eingeführt.
- In mindestens 32 von 54 afrikanischen Ländern sind gleichgeschlechtliche Beziehungen verboten, in Uganda, Mauretanien und Somalia droht sogar die Todesstrafe.
