APA - Austria Presse Agentur

Donald Trump: "Ich bin der König der Schulden"

29. Sept 2020 · Lesedauer 3 min

US-Präsident Donald Trump hat Schulden - je nach Quelle zwischen gut 400 Millionen bis 1,1 Milliarden Dollar. Mit Schulden hat er aber kein Problem, ganz im Gegenteil.

"Ich bin der König der Schulden. Ich kenne mich gut mit Schulden aus, niemand kennt Schulden besser als ich. Ich habe ein Vermögen mit Schulden gemacht. Und wenn es nicht klappt, verhandle ich die Schulden neu, ich meine, das ist eine kluge Sache und keine dumme Sache. Und ich habe ein Vermögen gemacht." Das sagte US-Präsident Donald Trump 2016 in einem CBS-Interview.
 

Schulden hat er laut der "New York Times" jede Menge. Er persönliche hafte für die Schulden seines Imperiums in der Höhe von 421 Millionen Dollar. Fällig in den nächsten vier Jahren. Trump selbst sieht das naturgemäß anders. Er habe "viele Millionen Dollar an Steuern" gezahlt, schrieb der Republikaner am Montag auf Twitter. Wie jeder andere habe er jedoch ein Recht auf Abschreibungen und Steuervergütungen. Seine Schulden seien im Verhältnis zu seinem Vermögen gering.

Doch der Schuldenberg dürfte noch weitaus höher sein. Zumindest beschreibt das "Forbes"-Journalist Dan Alexander. Er veröffentlichte via Twitter Dokumente, die unter anderem zeigen, dass Trump selbst für seinen Trump-Tower in New York noch keinen Dollar eines 100-Millionen-Dollar-Kredits zurückzahlte. Alexander kommt auf einen Schuldenberg von 1,1 Milliarden Dollar. Trumps Immobilien und Investments sollen einen Wert von etwa 3,7 Milliarden Dollar haben.

Futter für den Wahlkampf

Auf Seiten der Demokraten werden die Berichte bereitwillig für Angriffe genützt. Nun sei klar, warum Trump seine Steuerunterlagen geheim halte, sagte der Senator Dick Durbin dem Sender MSNBC. "Dieses angebliche Geschäftsimperium eines Milliardärs ist ein Kartenhaus." Die Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, nannte Trumps Schulden eine Frage der nationalen Sicherheit. Die Bevölkerung habe ein Recht zu wissen, wem der Präsident Geld schulde, sagte sie MSNBC. Das Wahlkampfteam des demokratischen Kandidaten Joe Biden veröffentlichte einen Werbespot, der auflistet, wie hoch etwa die Steuerlast eines Grundschullehrers ist und verglich sie mit den berichteten 750 Dollar. Er bot umgehend Aufkleber mit der Aufschrift "Ich zahle höhere Steuern als Donald Trump" für 7,50 Dollar an.

TV-Tipp: Donald Trump vs. Joe Biden - die TV-Debatte live auf PULS 24

In der Nacht auf Mittwoch findet die erste TV-Debatte (live ab 2:50 Uhr auf PULS 24) zwischen Trump und Biden findet am Dienstag in Cleveland im Bundesstaat Ohio statt. Die beiden Präsidentschaftskandidaten werden 90 Minuten, ohne jede Werbeunterbrechung, in der Case Western Reserve University in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio, miteinander diskutieren.  PULS 24 Anchor Thomas Mohr führt durch die Debatte. Gemeinsam mit "profil"-Journalist Robert Treichler analysiert er auch. Ab 2:50 Uhr auf PULS 24.

Quelle: Agenturen / Redaktion / moe