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Peskow: Dauerhafter Frieden erst nach Erreichung russischer Ziele

06. Dez. 2022 · Lesedauer 2 min

Russland will mit den USA erst über einen dauerhaften Frieden mit der Ukraine sprechen, wenn es dort die Ziele seiner "speziellen Militäroperation" erreicht hat. Das erklärt Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow.

Auf die Frage, was geschehen müsse, damit es die Aussicht auf Verhandlungen geben könne, sagt er: "Die Ziele der militärischen Sonderoperation müssen erreicht werden. Russland muss und wird die Ziele, die es sich gesetzt hat, erreichen." 

Blinken: Diplomatie und Verhandlungen?

Es handelt sich dabei offenbar um eine Reaktion auf US-Außenminister Antony Blinken, der zuvor am Montag gesagt hatte, der Krieg werde mit ziemlicher Sicherheit durch Diplomatie und Verhandlungen beendet werden. Russland könnte nach seinen Worten nach einem Scheitern, das ukrainische Volk zum Aufgeben zu zwingen, einen Schein-Waffenstillstand ins Spiel bringen.

Unterdessen hat der russische Präsident Wladimir Putin wegen mutmaßlich ukrainischer Drohnenangriffe auf Militärstützpunkte in Russland am Dienstag den Sicherheitsrat seines Landes einberufen. Hochrangige Vertreter der Sicherheitsbehörden hätten mit Putin darüber beraten, wie die "innere Sicherheit" des Landes gewährleistet werden könne, nachdem Moskau die Angriffe als Bedrohung eingestuft hatte, erklärte der Kreml. Peskow sagte vor Reportern zudem, die Behörden würden "notwendige" Maßnahmen ergreifen, um das Land vor ukrainischen Angriffen zu schützen.

Kriegsgefangene werden ausgetauscht

Russland und die Ukraine tauschen unterdessen erneut jeweils 60 Kriegsgefangene aus. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, dass die freigelassenen russischen Soldaten nach Moskau geflogen würden, um dort medizinisch versorgt und psychologisch betreut zu werden. Der Stabschef des ukrainischen Präsidialamtes, Andrij Jermak, begrüßt die zurückkehrenden Ukrainer als Helden und erklärt, unter ihnen seien viele, die in der Stadt Mariupol - einschließlich des belagerten Stahlwerks Asowstal - ausgeharrt hätten, bis Russland sie im Mai zur Kapitulation gezwungen habe.

"Wir fahren fort, die Verteidiger von Mariupol zurückzubringen - auf der heutigen 'Liste der 60' stehen 34 von ihnen, darunter 14 aus Asowstal", erklärt Jermak. "Einige von ihnen sind verwundet und werden in der Ukraine die notwendige Hilfe erhalten." Die beiden Seiten haben in den vergangenen Monaten Hunderte von Gefangenen ausgetauscht.

Quelle: Agenturen / ddj