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Diözesen starten berufsbegleitende Priesterausbildung

05. Jan. 2026 · Lesedauer 1 min

Aufgrund des Priestermangels und des hohen Anteils von sogenannten "Spätberufenen" unter den Neupriestern starten die österreichischen Erzdiözesen und Diözesen einen neuen Ausbildungsweg zum Priestertum. Künftig soll es speziell für Männer zwischen 45 und 60 Jahren, die im Berufsleben stehen bzw. alternative Möglichkeiten suchen, einen "Zweiten Weg für Spätberufene" geben, teilte die Regentenkonferenz der Priesterseminare Österreichs laut Kathpress mit.

Nötig sind einerseits ein theologisches Studium mindestens auf Bachelor-Niveau an einer Hochschule, Universität oder auch per Fernstudium; auch ein rein kirchlicher Abschluss soll möglich sein. Andererseits findet die Ausbildung und Begleitung auf praktischer und spiritueller Ebene in den jeweiligen Priesterseminaren statt. Dabei werden über den regulären Ausbildungsrahmen hinaus individuell Schritte vereinbart, welche auch berufliche Verpflichtungen berücksichtigen.

"In Ausnahmefällen" können die neuen Priester ihren Zivilberuf auch nach der Weihe "in einem adäquaten Umfang" ausüben. Endgültig darüber entschieden wird von der Diözese vor der Aufnahme unter die Kandidaten für die Diakonen- und Priesterweihe. Sie muss eine mögliche Unvereinbarkeit des Berufs mit dem priesterlichen Amt prüfen. Jedenfalls zwingend zurückzulegen sind etwaige politische Ämter.

Zusammenfassung
  • Die österreichischen Diözesen bieten künftig eine berufsbegleitende Priesterausbildung für Männer zwischen 45 und 60 Jahren an, um dem Priestermangel und dem hohen Anteil an Spätberufenen unter den Neupriestern zu begegnen.
  • In Ausnahmefällen dürfen die neuen Priester nach der Weihe ihren Zivilberuf in angemessenem Umfang weiter ausüben, politische Ämter müssen jedoch zwingend niedergelegt werden.