APA - Austria Presse Agentur

Deutschland will Lockdown bis 14. März verlängern

10. Feb 2021 · Lesedauer 2 min

Stunden vor der Bund-Länder-Beratung am Nachmittag sickern erste Details aus Deutschland durch. Der Lockdown soll bis 14. März verlängert werden. Eine Ausnahme soll es für Friseure geben.

Wie Stunden vor den Bund-Länder-Beratungen am Mittwochnachmittag "Reuters" berichtete, soll der Lockdown in Deutschland nicht bis 1. März, wie bisher angenommen, sondern bis 14. März verlängert werden. Ausnahmen gibt es für Friseure, die schon zu Monatsanfang aufsperren dürfen. Im Gegensatz zu Österreich werden in Deutschland keine Tests verlangt. Stattdessen wird auf Maskenpflicht und vorherige Reservierung gesetzt, um den nötigen Abstand zu gewährleisten. 

Länder entscheiden individuell über Schulöffnung

Bei der Schulöffnung wird es keinen gemeinsamen Termin geben. Die Länder sollen selbst entscheiden dürfen, ob und wann die Schüler aus dem Home Schooling in die Klassenzimmer kommen. Kanzlerin Angela Merkel und die 16 Ministerpräsidenten beraten am Nachmittag. Der neue Entwurf ist nach Informationen von Reuters aus Verhandlungskreisen zwischen dem Kanzleramt, dem Land Berlin und Bayern abgestimmt. Kanzlerin Angela Merkel und Vizekanzler Olaf Scholz hatten am Dienstagabend mit Bayerns Ministerpräsidentin Markus Söder und Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller versucht, eine Kompromisslinie zu finden. "Der Entwurf könnte ein echter Kompromiss sein: Denn Länder wie Baden-Württemberg, Hessen, Sachsen, Schleswig-Holstein oder Niedersachsen hatten schon vorher gesagt, dass sie auf jeden Fall Öffnungsschritte in den Schulen durchsetzen würden", sagte ein Verhandlungsteilnehmer.

Verlängerung wegen Virus-Varianten

Hintergrund der Verlängerung ist vor allem die Sorge um die Ausbreitung von Virus-Varianten. Das Robert-Koch-Institut meldete am Mittwoch erstmals seit langem wieder eine Sieben-Tages-Inzidenz von unter 70. Sie sank auf 68,0 von 72,8 am Vortag, obwohl einige Infektionszahlen aus Nordrhein-Westfalen nachgemeldet worden waren. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionsfälle stieg um 8.072 auf insgesamt 2.299.996. Die Gesundheitsämter meldeten binnen 24 Stunden zudem 813 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Offen ist laut Entwurf noch, wie die eigentlich verabredete weitere Öffnungsstrategie aussehen könnte. Dies könne bei einer nächsten Besprechung von Kanzlerin und Ministerpräsidenten am Mittwochnachmittag geklärt werden.
 

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam