APA - Austria Presse Agentur

Deutscher Botschafter und Merkel-Vertrauter in Peking gestorben

06. Sept 2021 · Lesedauer 2 min

Kurz nach seinem Amtsantritt ist der neue deutsche Botschafter in China und Vertraute von Kanzlerin Angela Merkel, Jan Hecker, im Alter von 54 Jahren überraschend gestorben.

Die Nachricht löste in Berlin Bestürzung und Trauer aus. "Der Tod Jan Heckers erschüttert mich zutiefst", sagte die Kanzlerin. Die Todesursache war noch unklar. Außenminister Heiko Maas betonte aber, dass es keine Hinweise auf einen Zusammenhang mit Heckers Position als Botschafter gebe.

Hecker war jahrelang außenpolitischer Berater von Kanzlerin Merkel, begleitete sie auf den meisten Reisen und galt als einer ihrer engsten Vertrauten. Vor nicht einmal zwei Wochen war er Botschafter in Peking geworden.

"Ich trauere um einen hoch geschätzten langjährigen Berater von tiefer Menschlichkeit und herausragender Fachkenntnis", sagte Merkel. Sie denke "voller Dankbarkeit" an ihre Zusammenarbeit mit Hecker zurück. "Mein tiefstes Mitgefühl gilt seiner Frau, seinen Kindern und den anderen Angehörigen in ihrem unermesslichen Schmerz."

"Ein großer Schock"

Außenminister Maas sagte, das Land verliere einen versierten Diplomaten und das Auswärtige Amt einen herausragenden und geschätzten Kollegen. "Das ist für uns alle ein großer Schock gewesen, der uns völlig unvorbereitet getroffen hat." Es sei schwer zu fassen, dass ein Mensch so unvermittelt aus dem Leben gerissen werde, mit dem man vor kurzem noch zusammengesessen habe.

Der gebürtige Kieler war verheiratet und hinterlässt drei Kinder. Er hatte den Posten erst im August übernommen. Nach der Ankunft in Peking hatte der Spitzendiplomat mit seiner Familie zunächst die in China übliche Quarantäne wegen der Corona-Pandemie durchlaufen. Danach übergab Hecker am 24. August in Peking sein Beglaubigungsschreiben und nahm die reguläre Arbeit auf.

Quelle: Agenturen / koa