APA - Austria Presse Agentur

Corona: Regierung erhöht Investitionsprämie auf 5 Milliarden Euro

19. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Die Regierung erhöht die Mittel für die Investitionsprämie auf fünf Milliarden Euro. Damit werden insbesondere Investitionen in die Bereiche Ökologisierung, Digitalisierung und Life Science bezuschusst.

Im Rahmen einer Pressekonferenz vor der zweitägigen "Comeback"-Klausur hat die Regierung bekannt gegeben, dass die Mittel für die Investitionsprämie auf fünf Milliarden Euro angehoben werden. 600 Millionen davon sollem vom Corona-Wiederaufbau-Fonds der EU kommen.

Arbeitsplätze werden von Unternehmen geschaffen, die Politik müsse die richtigen Rahmenbedingungen bereitstellen, so Kurz. Ein erster Schritt sei die Erhöhung der Investitionsprämie von drei auf fünf Milliarden Euro. Dies sei ein großer "Investitionsschub". Man verspreche sich davon, dass der Zuschuss 55 Milliarden an Investitionen auslösen werde, indem diese vorgezogen werden.

Die Prämie von 7 Prozent - oder 14 Prozent, wenn die Investition im Zusammenhang mit Digitalisierung, Ökologisierung, Gesundheit und Life Science steht - soll helfen, dass Unternehmen ihre Investitionen trotz der Coronakrise tätigen.

Hämmerle: Erhöhung der Investitionsprämie "vermittelt Sicherheit"

Walter Hämmerle, Chefredakteur der "Wiener Zeitung", analysiert die Ankündigung zur Investitionsprämie und was die Klausur leisten muss.

Investitionen sollen 800.000 neue Jobs schaffen

Damit sollen 800.000 Jobs geschaffen und gesichert werden, so Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck. "Die Investitionsprämie ist nicht nur ein konjunkturelles Anreizmodell, sondern zugleich eine arbeitsmarktpolitische Maßnahme", so die Ministerin. Die Prämie trage zudem auch zur Sanierung des Staatshaushalts bei, denn durch die Investitionen würden Rückflüsse in Form von Steuern und Abgaben lukriert. Von Beginn an habe es einen "enormen Run" auf die Prämie gegeben. Mit dem 28. Februar seien insgesamt 258.600 Anträge eingegangen.

 

"Woraus das Comeback besteht, muss man sich noch zusammenreimen"

Lukas Sustala vom NEOS Lab sagt, was bisher vom geplanten "Comebackplan" bekannt ist und welche Maßnahmen am dringendsten notwendig wären.

Die zweite Klausur seit Beginn der Pandemie widmet sich dem von der Regierung ausgerufenen "Comebackplan" zur wirtschaftlichen Bewältigung der Coronakrise. Als Ziel wurde formuliert, innerhalb eines Jahres eine halbe Mio. Menschen wieder in reguläre Beschäftigung zu bringen. Die Ergebnisse der Klausur präsentiert die Regierung morgen, Dienstag.

Quelle: Agenturen / Redaktion / APA/hos