APA - Austria Presse Agentur

Corona-Kurzarbeit soll auch nach März weiterlaufen

01. Jan 2021 · Lesedauer 2 min

Nach dem Auslaufen der dritten Phase der Corona-Kurzarbeit Ende März wird es laut Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) weiter Hilfen geben.

"Die Unternehmen, die Kurzarbeit brauchen, werden es weiterhin bekommen", sagte Arbeitsminister Christina Aschbacher (ÖVP) im "APA"-Interview. Aschbacher sagte, dass die Corona-Kurzarbeit über den März 2021 hinaus verlängert werde.

Im Jahr 2020 haben sich 1,16 Millionen Österreicher in Kurzarbeit befunden. Bisher hat das Arbeitsmarktservice (AMS) rund 5,5 Milliarden Euro für die Corona-Kurzarbeit ausbezahlt, knapp 10 Milliarden Euro wurden bewilligt.

Änderungen noch offen

Anfang Februar sind Gespräche zwischen Arbeitsministerium, Sozialpartner und Wirtschaftsforschern geplant, um das Kurzarbeitsmodell je nach Entwicklung der Coronavirus-Pandemie anzupassen. "Welche Art der Kurzarbeit hängt von der Entwicklung in den nächsten Wochen ab. Ob es vierte Phase der Corona-Kurzarbeit heißt, oder Corona-Kurzarbeit auf längere Sicht, das kann ich derzeit noch nicht sagen", so Aschbacher.

Wie die Änderungen ausfallen werden, ist derzeit noch offen. "Bei einer Kurzarbeit-Brancheneingrenzung wären wir vom EU-Beihilfenrecht abhängig. Da müssen wir sehr achtsam vorgehen, wenn wir sowas andenken würden", sagte die Arbeitsministerin.

Seit vergangenen Oktober können Unternehmen die dritte Phase der Corona-Kurzarbeit bis Ende März 2021 beim Arbeitsservice (AMS) beantragen. Die Kriterien wurden verschärft, so muss beispielsweise mehr gearbeitet werden und die Betriebe müssen die Reduktion der Arbeitszeit rechtfertigen. Für betroffene Arbeitnehmer änderte sich nicht, sie erhalten je nach Einkommen weiterhin zwischen 80 und 90 Prozent ihres Nettogehalts oder Lohns.

Corona führt zu Rekordarbeitslosigkeit

Die Coronavirus-Pandemie verbunden mit Lockdowns hat in Österreich zu einer Rekordarbeitslosigkeit geführt. Mitte April 2020 waren 588.000 Menschen ohne Job, ein Arbeitslosenplus von 210.000 gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt. Bis vergangenen September sanken die Arbeitslosenzahlen dann auf 404.000 und stiegen auf zuletzt 494.000 im Dezember. "Die 500.000 Arbeitslosen werden wir früher oder später erreichen", erwartet die Arbeitsministerin. 

Eine Besserung am Arbeitsmarkt erwartet die Arbeitsministerin, sobald die Corona-Impfung breit verfügbar ist und die Konjunktur wieder anzieht. "Dann wird sich auch der Arbeitsmarkt Schritt für Schritt erholen."

Quelle: Agenturen / apb