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Corona: Kurz telefonierte mit Merkel, morgen Treffen mit Experten

28. Okt 2020 · Lesedauer 1 min

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat am Mittwoch mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel telefoniert, um sich bezüglich der gemeinsamen Anstrengungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie abzustimmen.

"Ganz Europa befindet sich nun mitten in der zweiten Welle, weshalb es überall zu weiteren Einschränkungen und lockdownähnlichen Zuständen kommt", betonte Kurz im Anschluss gegenüber der APA. Die deutsche Kanzlerin hat am Mittwochnachmittag neue, weitreichende Kontaktbeschränkungen in Deutschland bekannt gegeben. Diese verschärften Maßnahmen treten mit dem 2. November in Kraft.

Virologe: "Eigentlich könnten wir das Paket 1:1 für Österreich übernehmen"

Norbert Nowtny, Virologe an der VetMedUni Wien, erklärt im Gespräch mit PULS 24 Moderator René Ach, weshalb die deutschen Maßnahmen auch in Österreich angebracht wären.

Auch Deutschland habe in den vergangenen zehn Tagen massive Zunahmen bei den Infektionszahlen verzeichnet, so Kurz. Die Kapazitäten in den Spitälern würden wie in Österreich knapper und das Contact Tracing gestalte sich immer schwieriger. "Daher ist die weitere enge Zusammenarbeit mit Deutschland und den anderen europäischen Partnern von besonderer Bedeutung. Wir wollen möglichst eng abgestimmt vorgehen und die Grenzen weiterhin offen halten", erklärte der Bundeskanzler.

Mittwochabend kündigte das Bundeskanzleramt eine Pressekonferenz von Kanzler Kurz, Vizekanzler Werner Kogler und Gesundheitsminister Rudolf Anschober für Donnerstag an. Zuvor will sich die Regierungsspitze mit Experten treffen und über die Kapazitäten im Gesundheitsbereich sprechen.

Licht im Kanzleramt: Wird Lockdown schon vorbereitet?

Am Donnerstag werden die 27 EU-Staats- und Regierungschefs in einer Videokonferenz über eine noch engere Zusammenarbeit im Kampf gegen die Pandemie beraten. So soll etwa über neue Vorschläge der EU-Kommission beraten werden.

Quelle: Agenturen / Redaktion / hos