APA - Austria Presse Agentur

Corona-Hilfen: Lockdown für Umgeimpfte soll täglich 41 Mio. kosten

13. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) kündigt angesichts der geplanten Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte weitere Wirtschaftshilfen an. Das Momentum Institut schätzt die Kosten auf 41 Millionen pro Tag und fordert eine Impfpflicht.

"Bis Jahresende laufen etwa noch der Verlustersatz, Garantien oder auch die Kurzarbeit. Durch die aktuell notwendigen Verschärfungen wird es darüber hinaus weitere Hilfen für besonders betroffene Betriebe brauchen", kündigte der Finanzminister am Samstag an.

Harter Lockdown würde 117 Mio. kosten

Das Momentum Institut hat die Kosten angesichts der Erfahrungswerte aus dem zweiten Lockdown im Vorjahr, bereinigt um die Zahl der Ungeimpften, berechnet und kam auf 41 Millionen pro Tag. Ein "harter Lockdown" für alle - also auch für Geimpfte und Genesene - würde demnach 117 Mio. Euro pro Tag bedeuten. "Schon wieder wurde der Sommer verschlafen, anstatt sich auf die Welle im Herbst vorzubereiten", kritisiert Momentum-Chefökonom Oliver Picek in einer Aussendung. Er fordert eine Impfpflicht, "damit sich Lockdowns nicht wie letztes Jahr monatelang hinziehen".

Das Finanzministerium will die wirtschaftlichen Kosten der angekündigten Maßnahmen noch nicht beurteilen. "Hier prüfen wir gerade, welche der bisherigen Maßnahmen eine sinnvolle und schnell implementierbare Unterstützung darstellen. Die Situation ist jedoch mit dem Vorjahr nicht zu vergleichen, zumal noch nicht absehbar ist, wie hoch die tatsächlichen Auswirkungen für die Wirtschaft durch die aktuellen Einschränkungen für Ungeimpfte sind", so Blümel am Wochenende.

 

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam