Eintrittstests sollen Freitesten ablösen

05. Jan 2021 · Lesedauer 2 min

Nachdem das Freitesten wegen der Blockade der Opposition gescheitert ist, plant die Regierung nun Eintrittstests für Tourismus, Kultur und Gastronomie.

Der Plan der Regierung, Freitests anzubieten, ist am Veto der Opposition gescheitert. Nach Beratungen von Bundesregierung und Landeshauptleuten am Montag ist der Plan endgültig vom Tisch. Der dritte Corona-Lockdown dauert somit bis zum 24. Jänner an.

Bei dem Treffen wurde von der Regierung die neue Variante der Eintrittstests oder Bevölkerungstests vorgeschlagen. Das berichtete der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser. Demnach sollen Corona-Tests quasi eine Eintrittskarte für Kulturveranstaltungen und Freizeiteinrichtungen sein. Der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter fügte hinzu, dass eine Eintrittstestung auch für einem Restaurantbesuch notwendig sein könnte.

Unterschiede zum Freitesten

Kaiser blieb im "Ö1"-Morgenjournal bei den Details vage. Diese sollen beim nächsten Treffen der Regierung und der Bundesländer am Freitag erörtert werden. 

Kaiser sprach von semantischen und juristischen Unterschieden zwischen Freitests und Eintrittstests. "Die wirklichen Unterschiede", sagte Kaiser, sollen in der Dauer der Gültigkeit liegen. Denn die Fristen sollen nicht von Politikern, sondern von Experten festgelegt werden. Sie sollen ihre Entscheidungen dann "auch wissenschaftlich begründen können".

Permanente Testinfrastruktur in Ländern

Beim Treffen zwischen Regierung und Bundesländern wurde außerdem vereinbart, dass eine permanente Coronatest-Infrastruktur aufgebaut werden soll. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) erklärte, dass diese "für Berufsgruppen, die sich regelmäßig testen lassen müssen, als Eintrittskarte für Kultur, Tourismus und andere Bereiche und für jene, die sich freiwillig testen wollen", gelten solle. 

Die Landeshauptleute Günther Platter, Peter Kaiser, Michael Ludwig und Johanna Mickl-Leitner bestätigten, dass es künftig permanente Test geben soll.

Quelle: Agenturen / Redaktion / apb