Burgenlands Grünen-Klubobmann Spitzmüller tritt zurück
Die Diagnose Myelodysplastisches Syndrom (MDS) kam für Spitzmüller im Zuge einer Blutspende 2020 überraschend. Symptome habe er bis auf Atemnot kaum, seine Blutwerte hätten sich seit 2025 jedoch deutlich verschlechtert. Im April oder Mai beginnt für ihn deshalb eine Chemotherapie, bei der die Stammzellen zerstört und neu aufgesetzt werden. Danach folgt eine Stammzellentransplantation, drei mögliche Spender seien bereits gefunden worden. Damit sein Mandat im Landtag trotz Spitalsaufenthalt, Isolierzimmer und "Hausarrest" nicht unbesetzt bleibt, habe er sich entschieden, dieses zurückzulegen.
Mit Juranich geht das Mandat an den nächsten auf der Liste. Als Burgenlandkroate will er unter anderem die Anliegen der Volksgruppen in den Vordergrund stellen. Paul-Kientzl wird nach einem Jahr im Landtag Klubobfrau. Positiv sei, dass das neue Team schon bisher im Klub zusammengearbeitet habe und sich kenne. Insofern seien Stabilität und Kontinuität gegeben, so die neue Klubobfrau.
Der Abschied falle ihm schwer, betonte Spitzmüller. Die Arbeit habe ihm, zuletzt auch in der rot-grünen Koalition, "ur Spaß gemacht". Er will seine Agenden bis zum Start der Behandlungen schleichend übergeben. Nach seiner Genesung will er voraussichtlich Ende 2026 zurückkehren, meinte Spitzmüller: "I'll be back."
Zusammenfassung
- Wolfgang Spitzmüller, Klubobmann der burgenländischen Grünen, tritt wegen einer Knochenmarkserkrankung (MDS) zurück und muss sich ab April oder Mai einer Chemotherapie sowie einer Stammzellentransplantation unterziehen.
- Margit Paul-Kientzl übernimmt interimistisch die Klubführung, während Philip Juranich als neuer Abgeordneter in den Landtag einzieht und sich besonders für die Anliegen der Volksgruppen engagieren will.
- Spitzmüller plant, nach seiner Genesung und erfolgreicher Behandlung voraussichtlich Ende 2026 in die Politik zurückzukehren.
