Bundespräsident Van der Bellen: ""Wir alle sind doch Österreich"

19. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Bundespräsident Alexander Van der Bellen wandte sich am Freitag an die Nation. Er appellierte an die Bevölkerung, ihren Anteil bei der Bekämpfung der vierten Corona-Welle zu meistern.

"Es war absehbar, dass es so kommen würde", sagte Bundespräsident Alexander Van der Bellen zu Beginn seiner Rede am Freitag nachdem die Bundesregierung einen harten, bundesweiten Lockdown ab Montag erlassen hat. Van der Bellen unterstützt die Entscheidung der Regierung und Länder, merkt aber kritisch an, dass die Entscheidung "sehr spät" kam.

In seiner Rede appelliert der Bundespräsident an die Bevölkerung, ihren Anteil bei der Bekämpfung der Pandemie zu leisten. Er erinnert daran, dass Menschen in einer demokratischen Gemeinschaft nicht nur Grund- und Freiheitsrechte, sondern auch "Menschenpflichten" hätten. Dazu würden etwa die Pflicht "füreinander da zu sein" zählen. In den aktuellen Umständen zähle auch die Impfpflicht dazu. "Es geht darum, Menschenleben zu schützen und zu retten", appellierte Van der Bellen an die Bevölkerung.

Der Lockdown helfe gegen die vierte Corona-Welle. Die Impfung helfe dabei, eine weitere Welle zu verhindern. 

Solidarität statt Schuldzuweisungen

In der aktuellen Situation sei die Gefahr groß, dass gesellschaftliche Gräben noch tiefer werden. "Aber das dürfen wir nicht zulassen. Wir gehören zusammen. Wir brauchen einander. Wir bedingen einander. Wir alle sind doch Österreich", bekräftigt der Bundespräsident.

PULS 24-Infochchefin Corinna Milborn analysiert die Rede von Bundespräsident Alexander Van der Bellen an die Nation.

Die Risse würden sich derzeit durch Familien und Freundeskreise ziehen. Man müsse sich dabei aber immer daran erinnern, dass Familienbanden und Freundschaften stärker seien als der Virus. Schuldzuweisungen würden nichts helfen, stattdessen gelte es auf die Lösung zu blicken.

Quelle: Redaktion / apb