APA/TOBIAS STEINMAURER

Kurz-Vertrauter geht als Generalsekretär im Kanzleramt

27. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Das Bundeskanzleramt bekommt nach dem Abgang des Kurz-Vertrauten Bernd Brünner einen neuen Generalsekretär.

Nach dem Kabinettschef im Bundeskanzleramt Markus Gstöttner, verlässt nun auch Generalsekretär Bernd Brünner seinen Posten, das berichtet "Die Presse". Im Gegensatz zu anderen Ressorts wird die Position im Kanzleramt aber nachbesetzt - und zwar mit dem bisherigen Sektionsleiter-Stellvertreter Andreas Grad.

Vom Integrationsfonds ins Außenministerium

Brünner gilt auch als enger Vertrauter von Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz, die beiden kennen einander schon lange.. Brünner war 2010/2011 in einer Führungsposition im Integrationsfonds, als Kurz Integrationsstaatssekretär im Innenministerium von Johanna Mikl-Leitner wurde. Danach wechselte Brünner ins Innenministerium, wurde dort zuerst stellvertretender Leiter der Abteilung für Integration und dann Büroleiter des Staatssekretärs. Als Kurz Außenminister wurde, ging Brünner mit und wurde dessen stellvertretender Kabinettschef.

Nehammer dankt für "erfolgreiches Wirken"

"Ich bedanke mich bei Bernd Brünner für seinen Einsatz und sein erfolgreiches Wirken im Dienste der Republik und freue mich, dass er als arrivierte Kraft dem Bundeskanzleramt weiterhin zur Verfügung steht", erklärte Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) laut der schriftlichen Stellungnahme. "Dem neuen Generalsekretär Andreas Grad wünsche ich für seine umfangreiche Aufgabe im Bundeskanzleramt alles Gute".

Brünner will im Haus bleiben

Laut "Presse"-Informationen will er zwar nicht mehr Generalsekretär sein, aber im Bundeskanzleramt bleiben. Gegenüber der APA hieß es aus dem Bundeskanzleramt, dass Brünner künftig andere Aufgaben im Bundeskanzleramt übernehmen werde. Ein Posten, für den er sich im Bundeskanzleramt bewerben könnte, wäre jener von Barbara Kaudel-Jensen. Sie ist derzeit außenpolitische Sprecherin von Bundeskanzler Karl Nehammer und Leiterin der Sektion IV für EU, Internationales und Grundsatzfragen.

Der Wechsel im Generalsekretariat bedeutet den zweiten größeren Personalwechsel im Kanzleramt innerhalb eines Monats: Mit 18. Oktober übernahm Andreas Achatz die Funktion des Kabinettschefs von Markus Gstöttner, der als Vertrauter von Ex-Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) gilt. Gstöttner verließ laut den Angaben die Politik auf eigenen Wunsch Richtung Privatwirtschaft.

Generalsekretär:innen als Auslaufmodell

Die unter Sebastian Kurz (ÖVP) und Heinz-Christian Strache (FPÖ) eingeführte Position der Generalsekretäre wurde zuletzt in einer Reihe von Ministerien abgeschafft. Nach Justiz-, Innen- und Finanzressort verabschiedet sich Ende Oktober auch das Gesundheits- und Sozialministerium davon, wie erst am vergangenen Dienstag bekanntgegeben wurde.

Quelle: Agenturen / Redaktion / msp