Kurz: Müssen das Coronavirus "selbst ausrotten"

30. Nov 2020 · Lesedauer 2 min

Im "Corona-Bürgerforum" auf PULS 24 und PULS 4 sagt Bundeskanzler Sebastian Kurz, dass es an uns selbst liege, dass Coronavirus auszurotten - nämlich durch Teilnahme an der Impfung.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat einem Impfzwang in Österreich eine Absage erteilt. Das sagte Kurz am Montagabend im Interview mit PULS 24 Anchor Thomas Mohr im Rahmen des "Corona-Bürgerforums" auf PULS 24 und PULS 4.

Auch die Koppelung einer Einreise nach Österreich nur mit Corona-Impfung hält Kurz nicht für nötig: In Österreich gehe es nicht - wie beispielsweise in Australien- darum, Einschleppung zu verhindern. Das Virus sei hier "sehr präsent, daher wird es das Thema sein, dass wir es selber ausrotten müssen" - nämlich durch möglichst breite Impfung

Kurz rechnet mit ausreichend Teilnehmern an Impfung

Kurz hofft auf möglichst breite Teilnahme an den jetzt anlaufenden Massentests. Sie seien die Chance, bis zum Sommer "durch diese Krise zu kommen, ohne im Dauerlockdown zu verharren". Wirtschaftlich gesehen seien sie ein "extrem billiges Mittel", koste doch jede Woche Lockdown mehrere Milliarden Euro.

Das erwartete "Licht am Ende des Tunnels" werde - im nächsten Sommer - erst die Impfung bringen. Kurz geht davon aus, dass die rund 70 Prozent, die nötig sind, um eine Krankheit auszurotten, sich auch impfen lassen. Zu Beginn werde man aber ohnehin ein anderes Thema haben. Man werde "monatelang zu wenig Impfstoff haben", sagte Kurz mit Hinweis auf die Lieferung des Impfstoffes in Tranchen.

Anreize für Geimpfte sind "denkbar"

"Alles ist denkbar", sagt Kurz auf die Frage von Mohr, Anreize zu schaffen, um Menschen zur Impfung zu bewegen. Diesen ""Trend wird es international geben", meint der Kanzler. So werden bei einigen Fluglinien künftig nur Geimpfte Tickets buchen können. Auch Länder werden wahrscheinlich die Einreise an die Impfung knüpften, denkt Kurz.

Kritik an Corona-Testverweigerern

Kurz hat scharfe Kritik an Corona-Testverweigerung zur Verhinderung von Quarantäne für K1-Personen - auch in Unternehmen - geübt. Ein solches Verhalten wäre "schwer fahrlässig", sagte er. Wer sich nicht testen lässt, weil er nicht in Quarantäne will, akzeptiere, dass er möglicherweise andere mit vielleicht ernsten gesundheitlichen Auswirkungen ansteckt.

Quelle: Agenturen / Redaktion / apb