APA - Austria Presse Agentur

Kurz: Entscheidung über zweite Testwelle diese Woche

07. Dez 2020 · Lesedauer 2 min

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) stellte eine Entscheidung über weitere Corona-Massentests diese Woche in Aussicht. Er kann sich auch Anreize für Teilnehmer vorstellen. Mit der bisherigen Beteiligung ist er "zufrieden".

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) haben am Montag gemeinsam für die Teilnahme an den Corona-Massentests geworben.

Am Rande des Medientermins stellte Kurz eine Entscheidung über die zweite Testwelle für diese Woche in Aussicht. Angesichts der geringen Teilnahmebereitschaft bei den bereits abgeschlossenen Tests in Tirol und Vorarlberg hält Kurz ein Anreizsystem für möglich. Wie es mit den Massentests weiter geht, wolle die Regierung am Montag in einer Videokonferenz mit den Landeshauptleuten besprechen.

Testungen ohne Anmeldung bei Messe Wien

In Wien, wo die Teststraßen ebenfalls nicht ausgelastet sind, werden die Bedingungen für die Teilnahme indessen neuerlich gelockert. Bei der Messe Wien sind ab sofort auch Testungen ohne Anmeldung möglich. Damit will man laut Ludwig auch Personen ohne Internetzugang die Teilnahme ermöglichen. Für die Teststraßen in der Stadthalle und der Marx-Halle sind allerdings weiterhin Anmeldungen nötig. Getestet wird in Wien noch bis 13. Dezember.

Kurz mit Beteiligung "zufrieden"

Mit der bisherigen Beteiligung zeigte sich der Kanzler "durchaus zufrieden", auch wenn sich in Tirol und Vorarlberg nicht einmal ein Drittel der Bevölkerung testen ließ. Es sei gelungen, über 1.000 Infizierte zu finden, die ansonsten weitere Personen angesteckt hätten. An der Freiwilligkeit der Tests will Kurz festhalten.

Gemeinsam warben Kanzler Kurz und Bürgermeister Ludwig für die Teilnahme. "Ich bitte die Bevölkerung mitzumachen", sagte Kurz: "Besser eine halbe Stunde Zeitaufwand für den Test, als Wochen im Lockdown zu verbringen."

Kurz will am Jänner wieder offene Grenzen

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sieht die vom Grünen Vizekanzler Werner Kogler vorgeschlagene Verlängerung der Einreisebeschränkungen über den 10. Jänner hinaus skeptisch. Er fände es "sinnvoll, wenn wir das Europa ohne Grenzen aufrechterhalten", sagte Kurz am Montag bei einer Pressekonferenz in Wien. Man werde die Situation Anfang Jänner bewerten. 

Grundsätzlich meinte Kurz, bei den Einreisebeschränkungen sei der zeitliche Fokus auf die Weihnachtszeit "sinnvoll und angemessen": "Wir haben als Bundesregierung uns etwas dabei gedacht, dass wir das zwischen dem 19. Dezember und dem 10. Jänner machen."

Quelle: Agenturen / apb