APA - Austria Presse Agentur

Bosnien musste Corona-Impfdosen aus Österreich wegwerfen

27. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Bosnien-Herzegowina hat einen Teil der von Österreich gespendeten Corona-Impfstoff-Dosen laut dem Nachrichtenmagazin "profil" wegwerfen müssen, da die Dosen im Oktober und November abgelaufen seien und nicht mehr zeitgerecht verimpft werden konnten.

Eine Sprecherin des Außenministeriums sagte am Samstag auf Anfrage der APA dazu, Bosnien habe von vornherein über das Ablaufdatum Bescheid gewusst.

Österreich spendete Bosnien-Herzegowina im August eine halbe Million AstraZeneca-Impfdosen. Einen Teil davon habe Bosnien nun entsorgen müssen, berichtete das "profil" am Samstag. Da die gespendeten Dosen im Oktober und November abgelaufen seien, hätten die bosnischen Behörden nur einige Wochen gehabt, um die Vakzine in Arztpraxen und Spitäler zu transportieren und zu verabreichen. Dafür habe die Zeit nicht gereicht.

Das Außenministerium betont, dass Länder wie Bosnien, die um Impfstoffe gebeten hätten, im Vorhinein Bescheid wüssten, um welchen Impfstoff es sich handle, wie viel davon abzugeben sei und wann das Ablaufdatum sei. Danach könnten sie entscheiden, ob sie die Lieferung wollten oder nicht. "Bosnien hat dezidiert darum gebeten und wusste von Anfang an, was das Ablaufdatum ist", so die Sprecherin zur APA.

Sie wies auch darauf hin, dass das Gesundheitsministerium entscheide, welche Impfstoffe in welcher Menge als Spende freigegeben würden. Erst dann würde das Außenministerium gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium beschließen, an welche Länder die Spenden gingen.

Bisher wurden neben Bosnien-Herzegowina unter anderem die Ukraine, Georgien, Tunesien, der Libanon, der Iran, Vietnam und Costa Rica von Österreich mit Impfstoffspenden unterstützt. Der Löwenanteil entfiel auf den Iran (eine Million) und Bosnien-Herzegowina (500.000 Impfdosen).

Quelle: Agenturen