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LASK will bei Aufsteiger Lustenau an "Bullen" dranbleiben

10. Sept. 2022 · Lesedauer 3 min

Austria Lustenau gegen den LASK - der überraschend starke Aufsteiger gegen den noch ungeschlagenen Tabellenzweiten. Am Sonntag (14.30 Uhr) kommt es zum vielleicht interessantesten Spiel der 8. Runde der Fußball-Bundesliga. Die Linzer, die zuletzt einen Punkt hinter Salzburg zurückgefallen sind, wollen an den "Bullen" dranbleiben. Zeitgleich ist die Wiener Austria beim TSV Hartberg zu Gast. Den Abschluss markiert dann um 17.00 Uhr das Spiel Austria Klagenfurt gegen Sturm Graz.

Im "Ländle" kommt es zum ersten Duell der beiden Teams seit 8. April 2000 - damals in Linz. Es war ein 5:0-Erfolg der "Athletiker", die ähnliches wohl auch diesmal im Sinn haben. Allerdings reist man ohne Goalgetter Marin Ljubicic an. Der Kroate, mit sechs Treffern Erster der Liga-Schützenliste, ist nach seiner Roten Karte gegen Ried gesperrt. Das Remis gegen Ried war trotz des frühen Ausschlusses (10.) ein kleiner Dämpfer für die euphorisierten LASK-Fans, ein Sieg wäre dennoch in Reichweite gewesen.

Lustenau zeigte zuletzt beim 2:2 mit der Wiener Austria eine gute Reaktion auf die 0:6-Watschen gegen Salzburg und ist einmal mehr auf Punkte aus. Mit aktuell elf Zählern liegt man deren sechs hinter dem LASK. Den bezeichnete Trainer Markus Mader als "Top-Mannschaft" und als "riesige Herausforderung. Sie spielen oft mit derselben Formation, daher stimmen die Abläufe, und sie sind perfekt aufeinander abgestimmt."

Mit Selbstvertrauen vom 0:0 gegen Hapoel Be'er Sheva ausgestattet, nimmt die Wiener Austria am Sonntag das Auswärtsspiel bei Hartberg in Angriff. Trotz Favoritenrolle soll der Fokus genauso scharf bleiben wie im Europacup. "Die Meisterschaft ist wichtig, wir wollen die Zukunft nicht verspielen", betonte Trainer Manfred Schmid. In der Liga ist Violett zwar vier Partien in Folge ungeschlagen, kam zuletzt über zwei Unentschieden gegen Klagenfurt (3:3) und Lustenau (2:2) aber nicht hinaus.

Die Steirer sind auf den dritten Saisonsieg aus, feiern dank des 53-jährigen Geburtstags von Clubboss Brigitte Annerl aber in jedem Fall. "Es wäre natürlich gut, wenn man der Chefin mit Punkten gratuliert", meinte Hartberg-Trainer Klaus Schmidt - "aber das ist kein Wunschkonzert. Ich hoffe, dass wir an die letzten zwei Spiele anschließen." Hartberg verzeichnete nach zwei Niederlagen in Folge zuletzt ein 2:0 gegen Ried und vollbrachte beim 0:0 gegen Sturm 80 Minuten in Unterzahl einen wahren Kraftakt. Neben der Defensive möchte der Steirer aber auch, dass "wir uns im Spiel nach vorne wieder weiter entwickeln und torgefährlicher werden".

Inmitten internationaler Herausforderungen will Sturm Graz in der heimischen Bundesliga den Kontakt zum Spitzenduo Salzburg und LASK nicht komplett verlieren. Zwischen dem perfekten Start in die Europa-League-Gruppenphase gegen Midtjylland und dem kommenden Gastspiel bei Feyenoord Rotterdam sind die Steirer am Sonntag bei Austria Klagenfurt zu Gast. "Von Donnerstag bis Sonntag bliebt für die Regeneration nur sehr kurze Zeit. Insbesondere ist es sehr wichtig, die mentale Frische zu holen", sagte Sportdirektor Andreas Schicker.

Austria Klagenfurt hat zuletzt kräftig Punkte gesammelt. In den jüngsten fünf Runden ging man nur gegen Salzburg leer aus. Um den ersten Ligasieg gegen Sturm seit 40 Jahren (3:2 am 6. November 1982) einzufahren, muss nach sechs Gegentreffern in den jüngsten zwei Spielen aber wohl die Defensive undurchlässiger sein.

Quelle: Agenturen