APA/APA/AFP/SERGIO LIMA

Bolsonaro hält Sanktionen gegen Russland für unwirksam

Die wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine verhängten Sanktionen haben nach Ansicht des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro ihre Wirkung verfehlt. "Die wirtschaftlichen Schranken der Vereinigten Staaten und Europas gegen Russland haben nicht funktioniert", sagte Bolsonaro brasilianischen Medien zufolge vor Anhängern am Donnerstag (Ortszeit).

Er lag damit auf einer Linie mit Russlands Staatschef Wladimir Putin, der die Sanktionen für gescheitert erklärt hatte. Zudem verteidigte Bolsonaro seine Linie des "Gleichgewichts" im Ukraine-Krieg. Diese Haltung habe es ermöglicht, Düngemittel von Russland zu kaufen. Putin hatte Brasilien Ende Juni die weitere Lieferung von Düngemitteln zugesagt. Auch stehe Russland Brasilien bei der Frage der Souveränität des Amazonasgebiets zur Seite, sagte Bolsonaro. Kritik an seiner Umweltpolitik hat der Rechtspolitiker immer wieder als Einmischung abgetan.

Brasilien abhängig von Düngemitteln aus Russland

Ein Besuch in Russland - inklusive eines Treffens mit Putin in Moskau im Februar - sollte Bolsonaro zufolge der Verbesserung der Handelsbeziehungen dienen. "Brasilien hängt in großen Teilen von Düngemitteln aus Russland, Belarus ab", sagte Bolsonaro damals dem Sender Radio Tupi. Das südamerikanische Land ist weltweit einer der führenden Agrarproduzenten. Der Besuch hatte in Brasilien angesichts des Zeitpunkts Empörung ausgelöst.

ribbon Zusammenfassung
  • Die wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine verhängten Sanktionen haben nach Ansicht des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro ihre Wirkung verfehlt.
  • "Die wirtschaftlichen Schranken der Vereinigten Staaten und Europas gegen Russland haben nicht funktioniert", sagte Bolsonaro brasilianischen Medien zufolge vor Anhängern am Donnerstag.
  • Er lag damit auf einer Linie mit Russlands Staatschef Wladimir Putin, der die Sanktionen für gescheitert erklärt hatte.
  • Zudem verteidigte Bolsonaro seine Linie des "Gleichgewichts" im Ukraine-Krieg.