APA - Austria Presse Agentur

Biden appelliert an Ungeimpfte: Kampf noch nicht vorbei

06. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

Wegen der raschen Ausbreitung der Delta-Variante appelliert US-Präsident Joe Biden erneut an die Amerikaner sich impfen zu lassen. Um Ungeimpfte zu überzeugen, sollen Helfer von Tür zu Tür gehen, um über Impfungen zu informieren.

Angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus hat US-Präsident Joe Biden die Amerikaner erneut eindringlich zum Impfen aufgerufen. Die potenziell gefährlichere Delta-Variante sei in manchen Teilen der Vereinigten Staaten bereits für die Hälfte aller Infektionen verantwortlich, sagte Biden am Dienstag im Weißen Haus. "Unser Kampf gegen dieses Virus ist nicht vorbei."

Biden kündigte neue Maßnahmen seiner Regierung an, um die Impfquote zu erhöhen. So sollen unter anderem Helfer in Gemeinden von Tür zu Tür gehen, um über Impfungen zu informieren. Auch mobile Kliniken sollen verstärkt zum Einsatz kommen.

"Das Virus ist auf der Flucht"

Biden hatte als Ziel ausgegeben, dass bis zum Unabhängigkeitstag am vergangenen Sonntag 70 Prozent aller Erwachsenen in den USA mindestens einmal geimpft sein sollten. Dieses Ziel wurde knapp verfehlt. Der US-Präsident kündigte am Dienstag an, dass bis Ende dieser Woche 160 Millionen der rund 330 Millionen Amerikaner vollständig geimpft sein würden. "Das Virus ist auf der Flucht, und Amerika kommt zurück, wir kommen gemeinsam zurück." Dafür müsse aber jeder seinen Teil beitragen und sich impfen lassen. "Es ist gratis. Es ist nie einfacher gewesen. Und es ist nie wichtiger gewesen."

Biden sagte: "Eine Studie nach der anderen hat gezeigt, dass seit Anfang Mai praktisch jede Krankenhauseinweisung und jeder Todesfall wegen Covid-19 in den Vereinigten Staaten unter Ungeimpften zu verzeichnen war." Bidens Corona-Berater Anthony Fauci hatte am vergangenen Sonntag im Sender NBC gesagt: "Wenn man sich die Zahl der Todesfälle ansieht, sind etwa 99,2 Prozent von ihnen ungeimpft und 0,8 Prozent geimpft." Kein Impfstoff sei perfekt, aber die meisten schweren oder tödlichen Krankheitsverläufe seien vermeidbar.

Quelle: Agenturen / pea