Berühmtes Höhlenkloster in Kiew bei Luftangriff beschädigt
Den veröffentlichten Fotos zufolge handelt es sich um eher kleinere Schäden. Laut dem Ministerium wurden neben Türen und Fenstern auch der Putz einer Außenwand betroffen. Das im Jahr 1051 gegründete Kiewer Höhlenkloster steht seit 1990 auf der Welterbe-Liste der UNESCO. Es gilt als Wiege des ostslawischen orthodoxen Christentums und als Wahrzeichen der Stadt.
Die ukrainische Kulturministerin Tetjana Bereschna warf Russland am Montag einen "Angriff auf das Weltkulturerbe" und ein "Verbrechen gegen das Erbe der Menschheit" vor. Laut ihren Angaben wurden seit Beginn der umfassenden russischen Invasion im Februar 2022 in der Ukraine mehr als 4.000 Kulturstätten zerstört.
Im Juni 2025 hatte die ukrainische Regierung Russland auch für Schäden an der Sophienkathedrale im Kiewer Stadtzentrum verantwortlich gemacht. Diese Kirche gehört ebenfalls zum UNESCO-Welterbe. Das Höhlenkloster war in diesem Krieg bisher von russischen Angriffen verschont geblieben.
Zusammenfassung
- Bei einem russischen Luftangriff auf Kiew wurden am Wochenende Teile des UNESCO-Welterbes Kiewer Höhlenkloster beschädigt, darunter der Eingangsbereich zu den Fernen Höhlen und die Sankt-Anna-Kirche.
- Laut ukrainischem Kulturministerium handelt es sich um kleinere Schäden an Fenstern, Türen und dem Außenputz; das Kloster wurde 1051 gegründet und ist ein Wahrzeichen der Stadt.
- Seit Beginn der russischen Invasion im Februar 2022 wurden nach Angaben der Kulturministerin mehr als 4.000 Kulturstätten in der Ukraine zerstört.
