APA/APA/UGC/-

Berichte über neue Proteste im Iran

02. Jan. 2026 · Lesedauer 2 min

Die Proteste gegen die iranische Staatsführung sind Berichten zufolge in die Hauptstadt und Millionenmetropole Teheran zurückgekehrt. In dem südlichen Stadtviertel Nazi Abad kam es zu Ausschreitungen, wie Aktivisten und Nutzer in den sozialen Medien am Freitagabend berichteten. Auf Videos im Netz war zu sehen, wie Menschen durch die Straßen zogen und Slogans gegen die Führung der Islamischen Republik riefen. Bilder zeigten vereinzelt brennende Müllcontainer.

Die Echtheit der Aufnahmen ließ sich zunächst nicht verifizieren. Unterdessen rief Reza Pahlavi, Sohn des 1979 gestürzten Schahs, zu Protesten in der Hauptstadt auf. In einem Post auf der Plattform X forderte er eine "millionenfache Präsenz" der Menschen in Teheran und die "Errichtung von Straßensperren auf Schlüsselachsen und Hauptverkehrsstraßen." Pahlavi lebt im Exil. Wie viel Einfluss er auf die Proteste hat, ist unklar. Die iranische Opposition im Ausland gilt als zerstritten und zersplittert.

In anderen Landesteilen gingen die Proteste Berichten zufolge weiter. Auch die staatliche Nachrichtenagentur IRNA berichtete über Demonstrationen unter anderem in Ghom, Marvdasht, Mashhad und Hamedan. Zuletzt war es vor allem auf dem Land zu heftigen Ausschreitungen und Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten gekommen. Mindestens zehn Menschen kamen laut Menschenrechtsaktivisten bisher ums Leben.

Zusammenfassung
  • In Teheran ist es erneut zu Protesten gegen die iranische Staatsführung gekommen, wobei im Stadtteil Nazi Abad Ausschreitungen und Demonstrationen gemeldet wurden.
  • Mindestens zehn Menschen sind laut Menschenrechtsaktivisten bei den jüngsten Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten ums Leben gekommen.
  • Reza Pahlavi, Sohn des gestürzten Schahs, rief aus dem Exil zu einer "millionenfachen Präsenz" der Bevölkerung und zur Errichtung von Straßensperren in der Hauptstadt auf.