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Bei Tiroler Reichsbürger-Razzia festgenommener Koch ist frei

"Ich wollte doch nur kochen", beteuert der Kitzbüheler Gastronom, der Schwiegervater eines österreichischen Sportstars ist.

Der im Zuge einer Reichsbürger-Razzia im Dezember in Kitzbühel festgenommene Starkoch ist laut Informationen der "Bild"-Zeitung wieder auf freiem Fuß. Der Mann, der Schwiegervater eines österreichischen Sportstars ist, sei aus der Justizvollzugsanstalt (JVA) Stadelheim in München entlassen worden, teilte der Münchner Rechtsanwalt des Spitzenkochs mit. Der Generalbundesanwalt habe die Haft nicht mehr als verhältnismäßig angesehen, sagte der Anwalt. In der JVA Stadelheim wollte man sich dazu am Sonntag auf Anfrage nicht äußern.

Er sei froh und erleichtert, sagte der Mann der "Bild"-Zeitung. "Ich habe nichts mit der sogenannten Reichsbürgerszene und deren Gedankengut am Hut. Ich wollte doch nur kochen!" Die Zeit im Gefängnis in München, wo der deutsche Staatsbürger nach seiner Auslieferung aus Österreich einsaß, habe er genutzt, um neue Rezepte zu entwerfen. Nun wolle er sich auf sein Restaurant in Kitzbühel konzentrieren.

Gegen Staat und Verfassung

"Reichsbürger" sind Personen, die die Bundesrepublik Deutschland, ihre Institutionen und ihre demokratischen Strukturen nicht anerkennen. Sie weigern sich oft, Steuern zu zahlen oder Geldstrafen zu begleichen. Der deutsche Verfassungsschutz rechnet der Szene mittlerweile mehr als 21.000 Anhänger zu. Ähnliche Bewegungen gibt es in mehreren Ländern, in Österreich sind sie als "Staatsverweigerer" bekannt.

ribbon Zusammenfassung
  • "Ich wollte doch nur kochen", beteuert der Kitzbüheler Gastronom, der Schwiegervater eines österreichischen Sportstars ist.
  • Die Zeit im Gefängnis in München, wo der deutsche Staatsbürger nach seiner Auslieferung aus Österreich einsaß, habe er genutzt, um neue Rezepte zu entwerfen.