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Bei Anruf Diagnose: Stadt Wien baut Telemedizin für leicht Erkrankte aus

20. Jan. 2022 · Lesedauer 2 min

Um in Zeiten von steigenden Corona-Infektionen Wiener Spitäler und Ärzte zu entlasten, kooperieren der Ärztefunkdienst der Ärztekammer für Wien und das Gesundheitstelefon 1450 der Stadt Wien. Dafür erweitert der Ärztefunkdienst sein telemedizinisches Betreuungsangebot für Leichterkrankte.

Eine unkomplizierte ärztliche Betreuung in hoher Qualität sei für diese Patienten gewährleistet. "In vielen Fällen wird das ausreichen, in anderen Fällen werden dann weitere Betreuungsschritte veranlasst", wird Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) zitiert. Anrufe bei der Hotline 1450 werden bei schwachen Symptomen an den Ärztefunkdienst weitervermittelt. Ein Rückruf soll innerhalb einer Stunde erfolgen.

Bei schweren Fällen Visite oder Spitals-Einlieferung

"Telefonisch wird dann abgeklärt, ob eine telemedizinische Betreuung der Patientin beziehungsweise des Patienten ausreicht. Gegebenenfalls wird aber auch eine Visite durch den Ärztefunkdienst angeordnet oder im Notfall die Rettungsdienste für eine Überstellung in ein Wiener Krankenhaus verständigt", erläutert Johannes Steinhart, Vizepräsident der Ärztekammer für Wien, das weitere Vorgehen.

Der Mitarbeiterstab des Ärztefunkdiensts wurde dafür erweitert, dieser hatte bereits zu Beginn der Pandemie innerhalb von zwei Tagen seine gesamte Organisation umgestellt, um für die Stadt Wien die Abstriche für Testungen in Wohnungen und Altersheimen zu organisieren und durchzuführen. Ebenso war der Ärztefunkdienst in die Organisation und beim Aufbau der ersten Impfstraßen im Wiener Messegelände einerseits stark involviert, andererseits stellte er dort auch das verimpfende ärztliche Personal, wie auch in den über die Stadt verteilten "Schnupfen-Corona-Checkboxen".

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam