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Auftakt zur Sternsingeraktion 2023 bei Kardinal Schönborn

27. Dez. 2022 · Lesedauer 3 min

Mit dem traditionellen Auftaktbesuch bei Kardinal Christoph Schönborn ist am Dienstag die heurige Sternsingeraktion gestartet, wie Kathpress meldet. Fünf Kinder aus der Pfarre Votivkirche hatten den Wiener Erzbischof besucht - stellvertretend für rund 14.000 Kinder, die allein in der Erzdiözese Wien in den kommenden eineinhalb Wochen unterwegs sein werden, um für Menschen in Not zu sammeln und den Segen in die Häuser und Wohnungen zu tragen.

Österreichweit sind rund 85.000 Kinder als Heilige Drei Könige unterwegs. "Die Botschaft, die ihr bringt, ist die Botschaft, die wir alle brauchen: dass man nur leben kann, wenn man einander hilft und die Not der anderen sieht", so Schönborn. "Daher wünsche ich euch: Mögen sich euch viele Herzen öffnen für eure Botschaft und euer Anliegen."

Auf seinen Reisen sei er immer wieder auf die Projekte und Hilfen der Sternsinger angesprochen worden, berichtete der Kardinal. "Mal war es eine Schule, mal eine Einrichtung für Kinder" - und immer wieder habe er dann berichtet, dass dies durch das Engagement von tausenden Kindern in Österreich zustande gekommen sei. "Das rührt die Herzen der Menschen an. Danke für euren Dienst!"

Seitens der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar bedankte sich Jungschar-Bundesvorsitzende Teresa Millesi. Die Botschaft der Sternsinger könne nicht mehr auf das Wohlergehen der Menschen im eigenen Land beschränkt bleiben, "da wir immer deutlicher sehen, dass globale Probleme auch nach globalen Antworten verlangen", so Millesi. Ein besonderes Anliegen sei den Sternsingern die Klimakrise, da sie eine Bedrohung für eben jene junge Generation darstelle, die die Sternsingeraktion trage. "Wir brauchen wirksame Maßnahmen gegen die Klimakrise, um gemeinsam eine lebenswerte Zukunft zu gestalten."

Unterstützt werden durch die Spenden, die durch die Sternsingeraktion gesammelt werden, rund 500 Hilfsprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika. Schwerpunktland ist heuer Kenia, wo eine verheerende Dürre infolge des Klimawandels herrscht. In den nördlich gelegenen Regionen Samburu und Marsabit bleibt schon längere Zeit der Regen aus, was außer dem Verenden der Tierherden der Hirtenvölker auch Hunger und gewaltsame Konflikte zur Folge hat. Die von den Sternsingern geförderten Projekte sichern sauberes Wasser und damit das Überleben, zudem werden den Menschen vor Ort Perspektiven für die Zukunft vermittelt.

Nach dem Auftaktbesuch bei Kardinal Schönborn stehen in den nächsten Tagen auch noch der Besuch von Sternsinger-Gruppen aus ganz Österreich bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen (30. Dezember) vor der Tür, weiters bei den Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka (28. Dezember) und Doris Bures (3. Jänner), bei Vizekanzler Werner Kogler (10. Jänner) und den Ministerinnen Leonore Gewessler (10. Jänner) und Claudia Tanner (5. Jänner), Staatssekretärin Claudia Plakolm (5. Jänner), den Klubobleuten der Regierungsparteien ÖVP und Grüne, August Wöginger und Sigrid Maurer (beide 9. Jänner), sowie auch weiteren Regierungsmitgliedern und Parlamentsabgeordneten.

( S E R V I C E: Spendenkonto der Dreikönigsaktion: IBAN: AT23 6000 0000 9300 0330; BIC: BAWAATW W)

Quelle: Agenturen