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Atomkraft weltweit auf Rekordniveau

21. Jan. 2026 · Lesedauer 2 min

Die weltweite Kapazität von Atomkraftwerken hat Rekordniveau erreicht. Die Zunahme wird dabei insbesondere von China getrieben, wie aus dem in Berlin vorgestellten Überblick zur Lage der globalen Atomkraft hervorgeht. Zugleich sank der Atomkraftanteil an der weltweiten Energieerzeugung von 17,5 Prozent im Rekordjahr 1996. Ihr Anteil an den 2024 global erzeugten 2.677 Terawattstunden (TWh) lag demnach bei nur noch neun Prozent - allerdings bei steigender Energieerzeugung.

Ohne den Ausbau in China wäre die weltweite Atomkraft-Kapazität seit 2010 laut Bericht gesunken. Zugleich wuchsen die Erzeugungskapazitäten für Solarkraft in China zuletzt noch deutlich schneller als für Atom: Einem Zuwachs von 278 Gigawatt (GW) bei Photovoltaik standen 3,5 GW Zuwachs bei Nuklearkraft entgegen.

Im weltweiten Bau von Reaktoren dominiert Russland dem Bericht zufolge weitgehend den Markt - mit Ausnahme von China, das beim Ausbau stark auf heimische Technologie setzt. Die Anlagen blieben weitgehend abhängig von russischer Unterstützung, sagte der Herausgeber des Berichts, Mycle Schneider.

Der "World Nuclear Industry Status Report" wird jährlich von einem internationalen Team aus Wissenschaftern, Journalisten und anderen Experten erstellt. Er wird unter anderem vom Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE), der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung, der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung, den Grünen im Europaparlament und der Schweizerischen Energie-Stiftung finanziell gefördert.

Zusammenfassung
  • Die weltweite Kapazität von Atomkraftwerken hat ein Rekordniveau erreicht, wobei China seit 2010 als Haupttreiber gilt.
  • Der Anteil der Atomkraft an der globalen Stromerzeugung ist trotz des Ausbaus von 17,5 Prozent im Jahr 1996 auf neun Prozent im Jahr 2024 gesunken, was 2.677 Terawattstunden entspricht.
  • Während China beim Ausbau neuer Atomkraftwerke auf eigene Technologie setzt, dominiert Russland weiterhin den Bau von Reaktoren außerhalb Chinas.