APA - Austria Presse Agentur

Athen bringt immer mehr Migranten aufs Festland

05. Juli 2020 · Lesedauer 1 min

Die Lage in den überfüllten Registrierlagern auf den griechischen Inseln im Osten der Ägäis verbessert sich etwas. Athen habe seit Jahresbeginn 17.000 Migranten zum Festland gebracht, teilte am Sonntag das Migrationsministerium in Athen mit. Zur Zeit harren in den Lagern auf Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos etwa 33.000 Menschen aus.

Noch im März lebten mehr als 42.000 Migranten in den Camps und dem Umland. Anfang des Jahres hatte Athen zudem ein beschleunigtes Asylverfahren eingeführt. In der Folge sei die Anzahl der unerledigten Asylanträge von 140.000 im Jänner auf 100 000 Anfang Juli gefallen, teilte das Migrationsministerium mit.

Die konservative Regierung hatte in den vergangenen Monaten Hunderte neue Grenzpolizisten eingestellt. Zudem baut sie einen Zaun entlang der Grenze zur Türkei aus. In den Meerengen zwischen den griechischen Inseln und der türkischen Ägäisküste wird scharf kontrolliert. Menschenrechtler kritisieren dies als "Pushback" (Zurückweisung). Athen reagiert darauf mit der Erklärung, die Regierung sei von der Verfassung verpflichtet, die Grenzen zu Land und im Meer, die auch EU-Grenzen sind, zu überwachen.

Quelle: Agenturen