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Armenien will Friedensvertrag mit Aserbaidschan abschließen

14. März 2022 · Lesedauer 1 min

Eineinhalb Jahre nach Ende des erneuten Krieges um Berg-Karabach im Südkaukasus strebt Armenien ein Friedensabkommen mit dem verfeindeten Nachbarland Aserbaidschan an. Die so bezeichnete Minsk-Gruppe der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sei gebeten worden, entsprechende Verhandlungen zu organisieren, teilte das armenische Außenministerium am Montag in der Hauptstadt Jerewan mit. Man reagiere damit auf Vorschläge Aserbaidschans.

Das Außenministerium in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku zeigte sich grundsätzlich zu Gesprächen bereit. Armenien seien "fünf Grundprinzipien zur Normalisierung der Beziehungen" übermittelt worden, sagte eine Sprecherin. Demnach sollen beide Länder gegenseitig die Souveränität anerkennen und auf Gebietsansprüche verzichten.

Im Herbst 2020 hatte Aserbaidschan in einem Krieg große Teile Berg-Karabachs und besetzte umliegende Bezirke zurückerobert, die seit Jahrzehnten von Armenien kontrolliert worden waren. Armenien rutschte danach zwischenzeitlich in eine politische Krise. Ein Waffenstillstand zwischen Aserbaidschanern und Armeniern wird von russischen Friedenstruppen überwacht. Seit dem Ende der Kämpfe kommt es aber immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen an der Grenze. In der Minsk-Gruppe vermittelt nicht nur Russland zwischen Armenien und Aserbaidschan, Frankreich und die USA sind mit an Bord. Völkerrechtlich gehört das armenisch bevölkerte Berg-Karabach zu Aserbaidschan.

Quelle: Agenturen