Argentinien und Pariser Club über Schuldenrückzahlung einig

28. Okt. 2022 · Lesedauer 2 min

Argentinien hat sich mit internationalen Kreditgebern auf einen Plan zur Begleichung von Schulden von rund zwei Milliarden Dollar geeinigt. Das seit Jahren von einer schweren Wirtschaftskrise geplagte Land und die im Pariser Club vertretenen Geberländer schlossen nach Angaben beider Seiten eine Vereinbarung, die dem Land einen Zahlungsaufschub gewährt und finanzielle Entlastung verschafft.

Demnach soll Argentinien die Summe von 1,97 Milliarden Dollar erst bis 2028 vollständig zurückzahlen. Der bisher geltende Zinssatz von neun Prozent soll im gewichteten Durchschnitt auf 4,5 Prozent gesenkt werden. Das entspricht einer Entlastung um rund 248 Millionen Dollar.

Der Pariser Club erklärte, mit der Vereinbarung seien offene Punkte eines bereits vereinbarten Zahlungsaufschubs geklärt worden. Wirtschaftsminister Sergio Massa sagte, damit würden die Beziehungen zwischen Argentinien und europäischen Ländern normalisiert.

Der Pariser Club, dem unter anderem Deutschland, die USA und Japan angehören, hatte Argentinien bereits einen Aufschub für die Rückzahlung der Summe gewährt. Damit hatte das südamerikanische Land mehr Zeit, mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) ein neues Hilfsprogramm auszuhandeln. Ergebnis dieser Verhandlungen war ein rund 45 Milliarden Dollar schweres Unterstützungspaket. Die Gespräche mit dem Pariser Club verzögerten sich auch dadurch, dass im Juli Argentiniens damaliger Wirtschaftsminister Martin Guzman seinen Rücktritt erklärte.

Quelle: Agenturen