LINKS

Anna Svec, wie Sie sie noch nicht kennen

06. Okt 2020 · Lesedauer 2 min

Die Rechtsberaterin und Aktivistin Anna Svec ist Spitzenkandidatin der neu gegründeten Partei LINKS. Sie will Reiche enteignen und fordert eine "massive Umverteilung". Wer ist die Frau an der Spitze der neuen Partei?

Sie ist jung, rhetorisch talentiert und klug. Bei Interviews gibt sie wohlüberlegte Antworten und kontert mit sachlichen Argumenten. Eigentlich hat Anna Svec alles was eine erfolgreiche Politikerin braucht. Den Einzug ins Rathaus wird ihre Partei LINKS am 11.Oktober den Umfragen nach wahrscheinlich eher nicht schaffen.

Aber um Macht geht es Svec nicht. Im Gegenteil: "Mutige linke Politik legt sich mit den Reichen und Mächtigen an", sagt sie. Das erklärt vielleicht auch ihren Wechsel von der sozialistischen Jugend, einer Jugendorganisation der SPÖ, zur KPÖ. 2017 kandidierte sie bei der Nationalratswahl auf Listenplatz sechs der kommunistischen Partei. Den Einzug schaffte weder sie noch die KPÖ.  

"Es ist wieder Donnerstag"

Ein Jahr später hieß es für Anna Svec dann: "Es ist wieder Donnerstag". Als Mitorganisatorin der Donnerstagsdemos rief sie zu Protesten gegen die türkis-blaue Regierung. Nach deren Absetzung gingen die Proteste weiter. Warum, weiß heute keiner mehr so genau.

Zivilgesellschaftlich engagiert hat sich die Jus-Studentin schon vorher. Bei den Vereinen Refugee Protest Camp, PROSA und Mosaik trat sie für die Rechte von Geflüchteten und marginalisierten Gruppen ein.

Im Jänner 2020 ist Svec dann bei der Gründung von LINKS dabei, ebenso wie die ehemalige Grüne Flora Petrik und andere Mitglieder der KPÖ, der jungen Linken und Wien anders. Und der Name ist Programm. LINKS versteht sich als antikapitalistische, antirassistische, feministische und solidarische Bewegung. Enteignung der Reichen, Umverteilung, gratis Öffis und ein bedingungsloses Grundeinkommen, sind nur einige der Forderungen.

Svec wurde zur Sprecherin und Spitzenkandidatin für die Wien-Wahl nominiert. Am Wahl-Sonntag will die 28-Jährige mit LINKS den Einzug ins Rathaus schaffen. "Es ist wichtig, dass es in Wien eine linke Opposition gibt", sagt Svec gegenüber PULS 24 Infochefin Corinna Milborn. 

Anna Svec im Interview bei PULS 24 Infochefin Corinna Milborn

Soraya PechtlQuelle: Redaktion / spe