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Angriff während Besuch von Afghanistans Präsident in Ghazni

16. Juli 2020 · Lesedauer 1 min

Beim Besuch des afghanischen Präsidenten Ashraf Ghani in Ghazni ist die Hauptstadt der Zentralprovinz Ghazni beschossen worden. Raketen seien nur wenige Hundert Meter vom Präsidenten entfernt eingeschlagen, berichteten Provinzpolitiker am Donnerstag. Ein Soldat sei getötet und mindestens drei Zivilisten seien verletzt worden.

Zunächst bekannte sich niemand zu der Attacke. Die Taliban kontrollieren rund die Hälfte der Provinzbezirke in Ghazni.

In der nördlichen Provinz Balkh wurden in der Nacht auf Donnerstag mindestens fünf Sicherheitskräfte getötet, wie der Provinzgouverneur mitteilte. Mehr als die Hälfte der Bezirke in Balkh sind umkämpft.

Seit Wochen drängen die afghanische Regierung und internationale Akteure auf einen Beginn der geplanten innerafghanischen Friedensgespräche, um den Konflikt mit den militant-islamistischen Taliban zu beenden. Die Gewalt im Land geht aber weiter.

Die USA hatten mit den Taliban am 29. Februar in Doha (Katar) ein Abkommen unterzeichnet. Dieses sieht einen Abzug der internationalen Truppen vor und soll den Weg für innerafghanische Friedensgespräche bereiten. Bis zu 5.000 Taliban sollten im Tausch gegen 1.000 Gefangene der Rebellen freikommen. Die afghanische Regierung war nicht an dem Deal beteiligt worden, was zu Spannungen führte.

Quelle: Agenturen